Mittwoch, 3. Januar 2018

Indian Summer Road Trip - Algonquin Provincial Park

06.10.2017 - Freitag  - Montreal - Algonquin Provincial Park

Heute sind wir nach 3 Nächten in Montreal wieder zu neuen Ufern aufgebrochen. Wir wollten uns in den nächsten drei Tagen den "Algonquin Provincial Park" anschauen. Dies bedeutete auch, dass wir heute von der Provinz Quebec in die letzte Provinz unseres Road Trips fahren würden. Wir sollten heute somit in Ontario ankommen. 

Von Montreal ging es in knapp 6,25 Stunden über die ca. 500 km zu unsrem Ziel. Der Weg war nicht wirklich spektakulär und ging hauptamtlich über Highways. Wir fuhren unter anderem über den Highway, der einmal quer durch Kanadas Hauptstadt Ottawa führte. Leider war aber für einen Stopp keine Zeit. Man kann eben nicht alles auf so einer Reise sehen und muss Abstriche machen.

Zur Mittagspause haben wir bei "Tim Hortons" gestoppt und dann kam natürlich auch noch der obligatorische Stopp, um zu tanken. Diesmal mussten wir nicht nur Sprit sondern auch unsere Propangas-Flasche auftanken. Dummerweise macht dies nicht jede Tankstelle und so wurden wir von einer Tankstelle zur nächsten geschickt, um dann bei "Stinson" festzustellen, dass ausgerechnet deren Maschine zum Befüllen der Gasflaschen defekt ist.

Wir sind dann frohen Mutes weiter gefahren anstatt nochmal zurück in den Ort zu fahren, denn es sollten ja noch einige weitere Ortschaften kommen. Dumm nur, dass diese immer kleiner wurden und uns so langsam das "Kläpperle ging". Was machen wir denn wenn wir keine Tankstelle mehr finden und im Provincial Park sitzen und dann das Gas endgültig leer geht? Dann gibts nichts mehr warmes zum Essen und Trinken. 😓

Gut, dass wir in der allerletzten Ortschaft "Barry´s Bay" noch eine Shell-Tankstelle mit Propangas gefunden haben. Richtig erleichtert konnten wir nun unsere letzten Kilometer antreten. Damit machte die Fahrt gleich viel mehr Spaß. Denn mittlerweile fuhren wir auf einer Art Landstraße durch wirklich schöne Waldgebiete und schnucklige Ortschaften.

Am Eingang zum Algonquin Provincial Park haben wir natürlich wieder am Visitor Center angehalten, um uns über den Park zu informieren und nach Übernachtungsmöglichkeiten zu fragen. Leider mussten wir dort feststellen, dass es mit den Übernachtungsmöglichkeiten im Park relativ mau aussah - besonders wenn man einen Stellplatz mit Elektrik haben wollte. 

Dies ist allerdings für unser Gefährt notwendig, da er drei Nächte ohne Strom definitiv nicht aushalten würde. Der Wagen ist definitiv nicht der Beste und hat auch noch weitere Schwachpunkte. Wir würden bei der nächsten Wohnmobiltour definitiv ein anderes Modell auswählen.

Wir haben in unserer Reiseplanung völlig außer Acht gelassen, dass an diesem Wochenende Thanksgiving ist und dies traditionell von vielen Kanadiern nochmal dazu genutzt wird, ein letztes mal campen zu gehen. Danach machen viele Campgrounds zu. Dies trifft auch auf die meisten Campgrounds im Park zu.

Uns wurde geraten einfach beim Campground "Lake of Two Rivers" vorbeizufahren und darauf zu hoffen, dass wir doch noch einen ergattern können. Zumindest gab es freie Plätze ohne Strom, was schon mal besser ist als direkt wieder aus dem Park herausfahren zu müssen.

Wir düsten also los und nahmen zunächst einen Stellplatz ohne Elektrik in an. Wir quartierten uns dort ein, kümmern uns um unsre Wäsche und unser Abendessen (Reis mit Pilzen & Erbsen) und genoßen die schönen Abendstunden. Die Fahrt durch den Park ließ sich auf jeden Fall schon mal an. 😊🍂🍃🍁

(von heute gibt es leider keine Fotos)



07.10.2017 - Samstag - Algonquin Provincial Park

Heute morgen hatte es leider geregnet und deshalb beschlossen wir erstmal abzuwarten bis wir mit irgendwelchen Aktivitäten starteten. Stattdessen gab es ein spätes Frühstück und die Zeit wurde genutzt, um endlich Feuerholz zu kaufen, um abends ein Campfire machen zu können. 🔥

Was des einen Leid ist, ist des anderen Freud. Denn wie es der Zufall so will, bekamen wir auf Nachfrage, ob nicht vielleicht doch ab heute ein Stellplatz mit Elektrik verfügbar wäre, eine positive Nachricht. Einige Minuten bevor wir beim Campground Office vorbeikamen, hatte wohl jemand aufgrund der durchwachsenen Wetterprognose abgesagt. Juchu, wir freuen uns wie Schneekönige und beziehen mit Freude unseren neuen Stellplatz. Die nächsten zwei Nächte sind somit gesichert. Wir haben genug Strom, um das Licht anzulassen, die Heizung und die Wasserpumpe zu betreiben. Man freut sich als Camper schon über kleine Dinge. 💪

Frohen Mutes und nachdem der Regen gegen mittag wieder aufgehört hatte, starteten wir zu unserem ersten Hike. Wir sind den "Bat Lake Trail" gegangen. Dieser dauerte knappe 2 Stunden und ging durch verschlungene Pfade zum benannten "Bat Lake". Tiere konnten wir unterwegs abgesehen von Eichhörnchen leider keine erspähen.

Bat Lake

Bat Lake Trail

Impressionen vom Bat Lake Trail

Impressionen vom Bat Lake Trail

Impressionen vom Bat Lake Trail

Impressionen vom Bat Lake Trail

Impressionen vom Bat Lake Trail

Impressionen vom Bat Lake Trail


Zum Lunch haben wir im "Lake of Two Rivers Café" einen Einkehrschwung gemacht und erstmal lecker gespeist. Von hier ging's dann zum Trailhead des nächsten geplanten Hikes: dem "Beaver Pond". Der war wirklich zauberhaft. Definitiv wurde diese Wanderung von mehr Besuchern absolviert als der andere Hike, da er mit einer Stunde deutlich kürzer war.

Der Pfad führte an mehreren Seen und Bieberburgen vorbei. Diese Behausungen sind teilweise gigantisch groß. Einen See gibt es hier auch nur, weil die Biber den Abfluss mit ihrer Bieberburg geblockt haben und der Fluß als großer See zum Stocken kam. Die Tiere sind wirklich erstaunliche Baukünstler und Landschaftsgestalter der besonderen Art und das Nationaltier von Kanada auch noch dazu. Leider haben wir keinen zu Gesicht bekommen und konnten nur erahnen, wo die Bieber wohl gerade herumschwirren.

Beaver Pond

Beaver Pond Trail

Impressionen von Beaver Pond Trail

Impressionen von Beaver Pond Trail

Impressionen von Beaver Pond Trail

Impressionen von Beaver Pond Trail

Vom "Beaver Pond" gings zum großen Visitor Centre des Parks. Dort kann man sich interessante Ausstellungen zu den Tieren und der Geschichte des Parks anschauen. Außerdem läuft dort ein kurzer Film und man kann natürlich auch Souvenirs kaufen und das wifi nutzen, sofern es denn tut. Ansonsten herrscht hier nämlich Funkstille.

Am Visitor Centre

Elche im Visitor Centre

Am Visitor Centre

Abendstimmung am Lake of Two Rivers

Abendstimmung am Lake of Two Rivers


Heute haben wir auch zum allerersten mal unser Verlängerungskabel ausgepackt, um den Wagen an die Elektrik des Campgrounds anzustöpseln. Gut, wenn der Wagen wenigstens mit solchen Dingen bestückt ist. Was weniger gut war, war die Axt. Das gekaufte Feuerholz ist nämlich ziemlich grob und so kann man es nur schwerlich anzünden. Sandra´s und meine Hack-Künste ließen leider zu wünschen übrig, erst recht wenn man nur eine stumpfe Axt hat und so wurde das mit geplanten Campfire nicht wirklich was. Das müssen wir wohl morgen nochmal üben. Das war zum Mäuse melken. 😤😰

Dafür gab es wenigstens was leckeres zum Abendessen. Sandra hatte Burger mit Linssen, Gurken und Tomate vorbereitet und so lauschten wir während dem Essen dem Prasseln der zahlreichen Campfires um uns herum anstatt unserem eigenen.



08.10.2017 - Sonntag - Algonquin Provincial Park

Morgens hatte es wieder ein bisschen geregnet. Wir warteten also ein bisschen ab und düsten anstatt zu einer Wanderung erstmal zum "Art Centre". Dort kann man sich Kunstwerke von Künstlern anschauen, die im Park unterwegs waren. Das war wider Erwarten total klasse. Wir haben auch relativ lange Zeit einem Video zugeschaut, in dem gezeigt wurde, wie eines der Kunstwerke entstanden ist. Total spannend zuzusehen. 🎨

Die Zeit des Regens hatten wir somit bestens überbrückt und pünktlich zum nächsten Programmpunkt kam auch schon wieder die Sonne raus. Wir wollten heute nämlich endlich paddeln gehen. Passenderweiße kann man nämlich auf dem "Canoe Lake" Kanus ausleihen und das wollten wir heute tun. 🚣

Nach einem Lunch im Camper Van stellten wir uns in die lange Schlange, um ein Kanu auszuleihen. Wer Geduld hat, wird ja bekanntlich belohnt und so konnten wir unser Kanu in Beschlag nehmen. Nach einer Mini-Einweisung wurden wir auch schon auf den See losgelassen und fröhlich machten wir unsere ersten Paddelschläge. Wir stellten uns dabei definitiv besser an als so mancher Chinese neben uns. 😅

Ganz so einfach ist das mit dem Paddeln allerdings nicht. Aber das hatte ich ja schon im Juli gemeinsam mit Wiebke auf dem "Pyramid Lake" im "Jasper National Park" feststellen müssen. Wir hatten aber irgendwann doch eine Technik drauf, die es uns erlaubte weit raus zu paddeln. Wenn wir richtig Zeit hätten, könnten wir hier richtig tolle Paddeltouren machen, bei denen man draußen im Park übernachtet und dann einfach am nächsten Tag weiterpaddelt. Es gibt hier unzählige Wasserstraßen und Seen, die alle miteinander verbunden sind. Ein wahres Paddel-Paradies. Wir beide sind jedenfalls total begeistert und können uns sowas auch mal für einen Urlaub vorstellen. 😍🚣⛺

Wir paddelten 3 Stunden auf dem See und genoßen die schöne Nachmittags- und später Abendstimmung. So lässt es sich aushalten - ein absoluter kanadischer Urlaubstraum! 💖

Impressionen vom Canoe Lake

Impressionen vom Canoe Lake

Impressionen vom Canoe Lake

Sandra am paddeln :)

Impressionen vom Canoe Lake

Farbenpracht am Parkplatz am Canoe Lake

Farbenpracht am Parkplatz am Canoe Lake

Vorbereitungen zum paddeln am Canoe Lake

Vorbereitungen zum paddeln am Canoe Lake

Impressionen vom Canoe Lake


Zur Belohnung nach der vielen Arbeit gönnen wir uns später nochmal im "Lake of Two Rivers Café" ein Eis. Danach war ein bisschen Fleißarbeit angesagt. Da wir auf unserem Campground nicht direkt eine Dumping-Grube hatten, mussten wir zur lokalen Dumping Station des Parks fahren und dort erstmal unsere Tanks leer machen. Der Weg dorthin ist dank des tollen Sonnenuntergangs aber gigantisch schön.

Zum Abendessen gibt's dann Pasta mit der Resteverwertung unserer Gemüsevorräte und endlich ein Campfire. Wir haben uns nämlich Anzünder gekauft und dank unserer Großpackung Toilettenpapier hatten wir genügend Anfeuermaterial. Dummerweise wurde unser Holzstapel von gestern aus dem Firepit geklaut und wir mussten uns nochmal neues Feuerholz kaufen. Unfassbar! Ein schöner Abschluss eines wunderbaren Tages im Park! 🙌🔥



09.10.2017 - Montag - *** Thanksgiving *** - Algonquin Provincial Park - Barrie 

Heute morgen stand ein letzter Hike für uns auf dem Programm bevor wir vom Algonquin Provincial Park weiter nach Barrie fahren wollten. Der "Lookout Trail" hatte nicht zu viel versprochen und so hatten wir auf der kurzen nicht wirklich anstrengenden Wanderung nochmals einen super Blick über diesen wunderschönen Park mit all dem wunderbar buntgefärbten Laub. Man mag sich kaum losreißen, da es einfach so schön aussieht. 🍂🍃🍁😍

Unser Stellplatz am Lake of Two Rivers Campground

Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail

Sandra und ich am Aussichtspunkt

Sandra und ich vor dem bunten Blätterwald

Impressionen vom Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail

Impressionen vom Lookout Trail


Auf Großstadtleben haben wir beide noch garnicht so recht Lust und deshalb sind wir froh, dass der Weg bis nach Toronto relativ weit ist und wir uns dazu entschloßen hatten noch eine Zwischenübernachtung einzulegen.

Die Fahrt aus dem Park genoßen wir nochmal so richtig. Wir stellten fest, dass auch die Ortschaften, die nach der Parkgrenze kamen auch recht schnuckelig aussahen. Einfach eine wunderschöne Region hier und nicht umsonst eine der Urlaubsregionen der Kanadier.

In Huntsville machten wir nochmal einen Stopp um zu tanken, einzukaufen und Eis von "Kawartha" zu essen. Die gab es nämlich auch in dem Café im Park. Hach, hier gibt es überall so leckeres Eis. Das ist einfach zu verführerisch und auch noch so tolle Sorten - Pumpkin Eis ... yummy! 😋🍧

Ice cream lover :) (photo credit: Sandra)

On the road (photo credit: Sandra)

Schild im Cafe in Huntsville (photo credit: Sandra)



Nach Huntsville wurde der Highway wieder mehrspurig und der Verkehr nahm stark zu. Vor Barrie standen wir im Stau. Es ging nur noch im Stopp and Go weiter. Das sind wir in Kanada überhaupt nicht gewohnt. Aber es ist nicht verwunderlich, wenn man an die Massen an Autos denkt, die sich alleine durch den Provincial Park geschoben haben. Die Leute sind alle über das lange Wochenende nochmal raus aufs Land gefahren, anstatt in der Stadt zu bleiben. Der Algonquin Provincial Park liegt mit ca. 4 Stunden Fahrt schließlich fast vor der Haustür von Toronto und Ottawa.

Wir schauten uns noch kurz Barrie an. Die Waterfront ist ganz nett, aber das Örtchen reißt uns jetzt nicht übermäßig vom Hocker. Im Sommer ist hier bestimmt ordentlich was los, denn Barrie ist eigentlich wunderschön am Lake Simcoe gelegen. Nach einem späten Lunch in einem Café, düsten wir zu unserem heutigen Campground, dem "Barrie KOA".

Wir kümmerten uns nach dem Check-in, um unsere Wäsche und kochten ein letztes mal im Camper Van. Nun hieß es nämlich langsam Abschied von unserem Reisegefährt nehmen, denn morgen geben wir den Wagen vor den Toren Torontos bei Fraserway wieder ab. Das bedeutete aber auch, dass an ein frühes zu Bett gehen heute nicht zu denken war, denn wir mussten alles packen und so vorbereiten, dass wir morgen schnell mit allem durch sind. Hach, unsere "allerliebste" Beschäftigung: Packen! 😅😓

An der Waterfront in Barrie

An der Waterfront in Barrie

Am Campground in Barrie

Dienstag, 2. Januar 2018

Indian Summer Road Trip - Von Quebec City nach Montreal

03.10.2017 - Dienstag - Quebec City - Montreal

Für Sandra und mich geht es heute schon in die nächste Großstadt. Gefühlt und auch tatsächlich werden nun die Städte immer größer. Nach Quebec folgt nun Montreal. Von Quebec nach Montreal ist es nur ein Katzensprung. Wir fahren direkt durch bis in den Süden der Stadt und checken nach ca. 3,5 Stunden Fahrt auf unserm "KOA Campground Montreal South" ein.

Vor der Abfahrt in Quebec City ... idyllischer Stellplatz am Rande der Stadt

Oder doch mal schnell nach New York? :)


Da uns die Ankunft in Quebec gelehrt hat, dass man vor einem Städtebummel am besten etwas im Magen hat, sonst muss man direkt als erstes ein Lokal oder Café aufsuchen, bereiten wir uns im Camper Van noch einen schnellen Lunch zu. Wieso fährt man auch seine Küche spazieren, wenn man sie nicht exakt für solche Gelegenheiten nutzt. 😋

Frisch gestärkt fahren wir mit dem Camper Van zur Metro-Station Longueuil. Dort können wir kostengünstig unseren Van parken und für kleines Geld mit der Metro in die Innenstadt fahren. Denn wie schon in Quebec City gilt auch hier das Fahrverbot für unseren Wagen in der Innenstadt.

Wir nutzten unsere ersten Stunden in Montreal um durch das "Old Quartier" von Montreal zu schlendern und uns den "Old Port" anzuschauen. So ganz vom Hocker kann uns die Stadt (noch ?) nicht reisen. Wir haben natürlich hohe Erwartungen, weil viele von Montreal schwärmen und die Prospekte und Reiseführer, die wir dazu studiert haben vielversprechend klangen. 😯

Montreal - Place d´Armes

Am Hafen von Montreal

Notre-Dame de Montreal am Place d´Armes

Herbstfarben am Campground

Am Hafen von Montreal

Am alten Hafen

Vergnügungspark am alten Hafen

Bonsecours Market

Am alten Hafen

Unser Stellplatz auf dem Campground im Abendlicht


Morgen haben wir Gelegenheit uns vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Dabei wird uns hoffentlich auch Sarah behilflich sein. Sarah wohnt in Montreal. Sie kenne ich aus der Zeit in Banff und Calgary. Wir haben zusammen den Hike zum Barrier Lookout gemacht und bei ihr durfte ich in Calgary auch schon mal übernachten als sie dort für ein paar Wochen der Arbeit wegen gewohnt hatte. Morgen werde ich sie endlich wiedersehen. 👯

Zum Dinner fuhren wir wieder zurück zum Campground und kochen uns etwas im Camper. Wir hatten noch genügend frische Zutaten, die wir ungern verkommen lassen und Geld zu sparen, kann auch nicht schaden.



04.10.2017 - Mittwoch - Montreal

Für heute hatten wir eine Fahrradtour geplant. Wir wollten per pedes einen Teil der Stadt erkunden. Dies wurde uns empfohlen und wir wollten es gerne ausprobieren. Mit unseren "Bixi"-Rädern düsten wir am Kanal "Canal-de-Lachine" entlang zum Sankt-Lorenz-Storm. Das Radeln machte Spaß und wir fuhren größtenteils durch eine schönen Allee.

Da sich der Weg aber ziemlich zog und alles auf der Karte mal wieder näher aussah, beschließen wir einen Abkürzung zurückzufahren. Diese sollte zwar auch an einem Kanal entlang führen, aber war längst nicht so idyllisch wie zuvor. Hinzu kam am Ende noch eine Baustelle, die uns dazu veranlasste an der Straße entlang zu fahren. Das war natürlich nicht ganz so schön. 🚴

So machen wir uns schnell auf zu unserem Abgabeziel, dem "Atwater Market". Dort essen wir bei den "Satay Brothers" zu Mittag und gönnen uns ein Bier zur Stärkung und Durstlöschung. Danach sind wir noch ein bisschen über den Markt geschlendert und haben eine tolle "Boulangerie" mit Brot und süßen Leckereien entdeckt. Endlich mal wieder! 😋

Boulangerie im Atwater Market

Am alten Hafen - ehemaliges Olympia Dorf

Am alten Hafen

Kürbisse am Atwater Market

Am alten Hafen

Am alten Hafen

 Boulangerie im Atwater Market

Kürbisse am Atwater Markte




Vom Markt aus ging's dann mit der Metro direkt weiter zum Olympia Park mit dem "Biodome". Dort kann man sich durch verschiedene Vegetationszonen bewegen und sich unter anderem in den Tropen wiederfinden. Sehr spannend und genau das richtige, da es gegen Nachmittag ziemlich zugezogen hatte und später auch noch zu regnen anfing.

Papageientaucher im Biodome

Bieber auf Tauchgang im Biodome

Krokodil im Biodome

Olympia Park


An der Metro-Station Berri-UQAM haben wir uns anschließend mit Sarah getroffen. Das war toll sie nach so vielen Monaten in ihrer Heimatstadt wiederzutreffen. Sie hat uns vorher schon per Mail und Telefon jede Menge Tipps zukommen lassen und nun können wir uns mit ihr vor Ort austauschen. 😊

Wir waren zuerst in einer sehr hippen Cocktailbar "Le LAB" und haben dort auch noch ein paar Freunde von ihr kennengelernt. Es ist schon toll, wie schnell die Leute in Montreal von Französisch zu Englisch wechseln können. In Quebec City und vor allem auch in den kleinen Ortschaften merkte man doch sehr stark, dass viele französisch geprägt sind und entweder schlecht Englisch sprechen oder gar keins. 🍸🍹

Nach unseren Cocktails haben Sandra und ich uns von Sarah und ihren Freunden verabschiedet und sind auf ein schnelles Dinner noch nach nebenan zum Vietnamesen "Pho Thant Long" gegangen. Für kleines Geld gab es hier richtig leckeres authentisches Essen. Müde fuhren wir anschließend mit der Metro zurück zu unserem Park & Ride Parkplatz und düsten mit unserem Camper zurück zum Campground.

Cocktailkarte im LAB

Unsere drei Cocktails

Dinner beim Vietnamesen :)




05.10.2017 - Donnerstag  - Montreal

Auf dem Weg zur Metrostation haben wir heute noch einen Stopp bei der Tankstelle und beim Supermarkt eingelegt. Die Vorräte wollten schließlich aufgestockt sein, bevor es morgen weiter in den Algonquin Park geht. In Großstädten lässt es sich üblicherweise billiger einkaufen als auf dem Land oder gar im Nationalpark.

Dummerweise ist mir heute morgen dann auch noch aufgefallen, dass ich wohl gestern beim Buchen der Bixi-Fahrräder meine Kreditkarte verloren habe. Diese ist mir in der Hektik der Buchung wohl entweder heruntergefallen oder ich habe gar vergessen sie wieder einzustecken. Geklaut wurde sie mir eher nicht. Das ist nun schon die zweite Kreditkarte, die mir in Kanada verloren gegangen ist. Mittlerweile wusste ich ja was zu tun ist und rief deshalb gleich beim Sperrdienst an. Dieser versicherte mir, dass seit der Buchung der Räder keine Abbuchung mehr erfolgt sei und das bestätigte wiederum meine Verlust-Theorie. Wie dumm von mir! 😩🙈

Mit der Metro fuhren wir heute bis zum Science Center. Dort besorgten wir uns Karten für das IMAX-Kino und fuhren anschließend mit dem Bus quer durch die Stadt in das schöne Stadtviertel "Mile-End", in dem sich auch die berühmte "Fairmont Bagel-Bäckerei" befindet. Sarah hatte uns den Tipp gegeben dort die Bagel zu probieren und die Zeit zu nutzen durch die Straßen des Viertels zu bummeln. Wirklich sehr süß hier ... das ist eines der wenigen Viertel, die uns hier richtig gut gefallen. Das erinnerte mich ein bisschen an Düssseldorf-Flingern! Hippe Leute und süße kleine Cafés und Shops. 😍

Von hier war es zu Fuß nicht mehr weit bis zum Mont-Royal. Wir machten an dem Monument von "Sir George-Etienne-Cartier" unsere Lunch-Pause und verspeisten dort unsere frisch gekauften Bagels bevor wir auf den kleinen Berg im Zentrums Montreals hochgeschlenderten. Vom Mont-Royal hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt.

Fairmount Bagel

Mont-Royal

Blick vom Mont-Royal

Blick vom Mont Royal


Wir fuhren von hier mit dem Bus zurück zum Hafen und gingen dort ins IMAX-Kino. Die Karten dafür hatten wir uns ja sicherheitshalber morgens schon besorgt. Es wurde eine Art Dokumentation zum Thema "Amazonien" gezeigt. Das war ganz unterhaltsam und schön gemacht. 🌴🐍🐜🐛

Abends hatten wir uns nochmal mit Sarah getroffen. Sie wollte uns die Aussichtsplattform auf dem "Place Ville Marie" zeigen. Dort gibt es eine tolle Bar, das "Les Enfants Terribles". Leider waren keine Tische mehr zu ergattern, so dass wir uns heute einfach mit dem Ausblick genügten. Der war wirklich toll ... wir waren fast pünktlich zum Sonnenuntergang oben und später glitzerten die Lichter der Stadt unter uns.

Blick auf den Mont-Royal

Montreal by night


Zum Dinner sind wir dann nochmal ein Stückchen U-Bahn gefahren und waren ganz lecker im "L'Gross Luxe" beim Atwater Market essen. Dort haben wir unter anderem einen Caesar-Cocktail probiert, auf den die Kanadier ja total abfahren. Mein Ding ist das ja nicht wirklich. Sandra fand´s lecker. Das ganze schmeckt ein bisschen wie Bloody Mary. 🍹😋

Dinenr Time im L´Gross Luxe

Dinenr Time im L´Gross Luxe - Poutine again :)

Dinenr Time im L´Gross Luxe

Dinenr Time im L´Gross Luxe

Sarah, ich und Sandra im L´Gross Luxe (photo credit: Sarah)


Dank Sarah haben wir die tollen Ecken von Montreal entdeckt. Die Zeit mit ihr war toll und ich bin froh, dass wir mit ihr einen tollen local guide hatten. Ohne sie hätte uns Montreal nicht so gut gefallen. Sie hatte uns die schönen Ecken näher gebracht. Ncihtsdestotrotz wird Montreal wohl eher nicht meine Lieblingsstadt in Kanada werden.

Und morgen geht's erst mal wieder in die Natur. Nach den Tagen in den Großstädten freuen Sandra und ich uns schon sehr darauf .... endlich wieder Natur und weniger Menschen!