Freitag, 10. November 2017

Meine zweite Woche in Kelowna

14.08.2017 – Montag – Kelowna 

Wie jeden Morgen startete der Tag wieder mit einer Yoga-Einheit und Frühstück. Heute saßen Janet, Michael und ich ausnahmsweise recht lange am Frühstückstisch. Janet war richtig in Plauderlaune. Nichtsdestotrotz galt es danach die täglichen Aufgaben zu erledigen: Pool sauber machen und fegen. Letzteres hatte ich noch garnicht erwähnt. Dies nimmt auch einiges an Zeit ein. Da es hier so trocken ist und der Rauch der vielen Waldbrände seit Wochen in der Luft hängt, fällt relativ viel Staub an und so gibt´s eigentlich immer genügend zu fegen.

Gemeinsam mit Janet hatte ich heute eine Verabredung mit Yvette. Sie ist ein Garten-Profi und Janet wollte sich von ihr von ein paar Tipps abgreifen, da sie ihren Garten erst seit letzten Sommer betreibt. Janet und Rainer haben das Haus in Kelowna erst letztes Jahr erworben und davor wohnten sie ganz lange in Vancouver. Janet hatte zuvor schon mal einen Garten, aber das ist schon wieder einige Zeit her.

Yvette war uns deshalb eine große Hilfe. Sie ist jedes Beet mit uns abgegangen und hat erklärt, was dort alles wächst, wann die Früchte oder das Gemüse reif sind und was man dann damit anstellen kann. Ich habe mir ganz viele Notizen gemacht und sehe schon, dass da einiges an Arbeit auf uns zu kommt. Das bedeutet eigentlich auch, dass wir von den 4-5 Stunden Helferzeit mindestens 1-2 Stunden pro Tag abzweigen müssten, um die ganze Arbeit zu schaffen. Dafür war bisher meistens nie Zeit, weil immer andere Dinge anstanden.

Nach unserem Lunch sind Michael und ich deshalb auch gleich wieder zurück in den Garten und haben divese Sachen abgeerntet und Stauden hochgebunden. Das Versorgen der Ernte nahm auch ordenltich Zeit ein. Es macht aber auch richtig Spaß im Garten herumzuwühlen und so viele tolle frische Sachen auf dem Tisch zu haben. 🍅🍋🍈🍐

Als erste Maßnahme, um die vielen gelben Zucchini aka Summer Squash zu verarbeiten, hatte ich mir Janet´s Spiralizer geschnappt. Die clevere Küchenmaschine hatte sie von Yvette geschenkt bekommen, aber bisher nie benutzt. Damit kann man wunderbar Zucchini-Nudeln machen und genau das gab´s anschließend zum Dinner. Wir werden einiges davon auch gefrierfertig machen, damit Janet und Rainer davon im Winter noch zu essen haben. Jetzt im Moment sind wir eh zu wenig Leute, um das viele Gemüse direkt zu essen.

Leider gab es neben der Euphorie um die Gartenarbeit auch eine schlechte Nachricht. Abends ist doch glatt die Spülmaschine kaputt gegangen. Was Michael und mich nun in die Lage versetzt, dass wir alles Geschirr nun von Hand spülen können. Als ob wir nicht schon genug Zeit in der Küche verbringen würden ... 😒

Hanni macht Mittagsschlaf :)




15.08.2017 – Dienstag – Kelowna 

Der heutige Tag bestand eigentlich fast nur aus dem täglichen Einerlei an Aufgaben und dem gemeinsamen Essen. Es gab wieder Yoga, der Pool musste gereinigt werden, ich habe gefegt und die Pflanzen gegossen. Im Garten gab´s heute auch wieder einiges zu tun so dass ich dort vormitags und nachmittags war.

Nach getaner Arbeit bin ich zur Entspannung mit unserem Dachshund Hanni entlang der Straße spazieren gegangen. Sie freut sich darüber immer wie bolle. Denn Janet und Rainer gehen mit ihr eigentlich nie spazieren. Hanni hat glücklicherweise auf dem Grundstück sehr viel Auswahl und die Gäste werden auch nie müde mit ihr zu spielen. Sie ist einfach ein toller Hund, den man aufgrund ihres sonnigen Gemütes ganz schnell ins Herz schließt. 😍🐶

Abends habe ich es endlich mal wieder geschafft ein paar Emails zu beantworten, Fotos zu sorteiern und an den Blog-Postings zu arbeiten. In der ersten Woche war dafür nur selten Zeit. Einen ruhigen Abend in meinem eigenen Zimmer wie diesen genieße ich mittlerweile.

(Leider gibt´s heute keine vorzeigbaren Fotos.)



16.08.2017 – Mittwoch – Kelowna

Unsere Yoga-Stunde wird ab heute um eine halbe Stunde auf 7:30 Uhr vorgezogen. Michael ist leider kein "Langschläfer" und meine Gastgeber auch nicht. So wurde beschlossen, dass wir früher starten, damit jeder vormittags mehr Zeit für seine Aufgaben hat. Ich bin darüber nicht ganz so erquickt, aber da ich eh überstimmt werde, bleibt mir nichts anderes über. Das Gute ist ja, dass ich mich mit Michael bezüglich des Chicken-Jobs schon geeinigt hatte, dass er immer die Frühschicht übernimmt und ich die Hühner dafür abends "ins Bett bringe".

Unsere Aufgaben für heute bestanden wieder aus Pool reinigen, fegen, Blumen bewässern und Housekeeping für Studio #1. Zum Lunch gab´s heute leckeren Spaghetti Squash mit Gehacktem. Michael kocht total gerne und ernährt sich zudem gemäß Paleo. Er hat super viele Rezepte auf Lager und so komme ich, wie schon bei Fabi, in den Genuss, dass ich mich um´s Kochen eher selten selber kümmern muss, sondern meistens die Hilfsarbeiten dazu mache. Schon cool, wenn die Männer im Haus den Kochlöffel schwingen und das auch noch so gut können und Spaß daran haben wie Fabi und Michael. 😇😋

Aussicht auf Kelowna

Spaghetti Squash


Nachmittags kam dann auch noch ein Herr zur Reparatur der Spülmaschine vorbei. Leider war er damit nicht ganz so erfolgreich wie erhofft. Das Ende vom Lied war, dass wir eine neue Spülmaschine benötigen. Das kann nun Tage dauern bis ein kostengünstiger und passender Ersatz beschafft ist. Mir schwant schon übles ... stundenlanges von Hand spülen für die nächsten Tage. 😒

Gegen Abend sind Michael und ich zusammen mit Janet und Rainer zur Kelowna Lakefront gefahren. Mit Hanni und Michael schlenderte ich am See entlang und wir machten noch einen kleine Stopp bei der Tree Brewing Company. Janet und Rainer wollten in der Stadt noch was erledigen. Zusammen ging´s anschließend zu verschiedenen Bike Shops, weil Michael sich gerne ein Fahrrad kaufen wollte. Janet und Rainer wollten ihm verschiedene Shops zeigen, so dass er sich verschiedene Räder anschauen konnte.
Kelowna Lakefront

Kelowna Lakefront

Kelowna Lakefront (photo credit: Michael)

Hanni und ich auf dem Boardwalk (photo credit: Michael)


Für mich gab´s auch noch einen Stopp und zwar bei der Apotheke. Ich brauche nämlich wieder Schilddrüsen-Medikamente. Leider mussten wir vom netten Apotheker erfahren, dass ich hier nicht einfach so Medikamente aufgrund eines Anschreibens meines Arztes bekommen könne, sondern ich müsse erst einen Arzt aufsuchen, der mir dann ein Rezept ausstelle. Janet hatte mir daraufhin gleich angeboten, dass sie mich zu ihrem nächsten Arzttermin mitnehmen könne, er könne mir bestimmt die Medikamente unkompliziert verschreiben.

Aufgrund unserer vielen Stopps gab´s heute ein spätes Dinner und zum Dessert einen Eisbecher. Leider ist Michael für die liebgewonnene Tradition des Eisbechers nicht ganz so zu begeistern. Ich merke mal wieder wie sehr ich die zwei F´s vermisse. Meine Eisbecher werde ich wohl demnächst nur noch alleine verspeisen können. 😢🍧

Unser Garten und die täglche Ernte

Blick vom Garten

Eisbecher mit frischen Erdbeeren



17.08.2017 – Donnerstag – Kelowna - Kalamalka Lake

Und täglich grüßt das Murmeltier ... nach Yoga und Frühstück ging´s wieder an die Tageaufgaben bevor man sich schöneren Dingen zuwenden konnte. Heute hatte nämlich Mama Geburstag und dazu wollte ich natürlich gerne zuhause anrufen. Dank meinem Bruderherz Roman konnte ich eine Skype-Session mit ihr machen. Wie schön mit ihr und auch mal wieder mit Papa zu reden.

Ich konnte den dreien auch ein bisschen was von meiner neuen Umgebung zeigen. Schon der Hammer wie es hier aussieht ... eigentlich wie in einm Hotel und überhaupt nicht wie auf einer Farm. 😊

Mein Gastgeber Rainer ist übrigens ein passionierter Jäger. Im Haus gibt es deshalb unter anderem ein echtes Bärenfell entdecken! Da habe ich beim ersten mal nicht schlecht gestaunt. Den Bären hat er selbstgeschossen. Mit Trophäen-Schießen hat er´s aber im Allgemeinen nicht so, denn er schießt eigentlich nur Wildtiere, die danach auch verzehrt werden. Gleiches war eigentlich auch mit dem Bären geplant, aber leider wurde das Fleisch auf dem Weg zum Metzger schlecht. Tiere aus Spaß abzuschießen kommt für ihn nicht in die Tüte. Davon mag man halten was man will. Rainer hat jedenfalls so manche Story auf Lager ... ob da auch Jägerlatein dabei ist. Wer weiß? 🐻🎯

Bärenfell

Urkunde - Rainer und der Bär


Heute habe ich auch unsere neue "Nachbarin" kennengelernt. Annika wird nicht wirklich eine Nachbarin von Janet und Rainer werden, sondern lediglich die Wiese unterhalb des Gartens von Bill, unserem Nachbarn, pachten. Ihr Plan ist dann dort Pferde zu beherbegen, um sie später für therapeutischen Reiten zu trainieren. Rainer ist besonders darauf gespannt, denn er hatte Pferde schon seit seiner Kindheit in Schleswig-Holstein um sich. Als er später nach Kanada gezogen ist, hatte er auf seiner Lodge in Northern BC auch immer eine Handvoll Pferde. Mittlerweile besitzt er aber keine mehr.

Annika war mit ihren Kids und den Hunden am Herrichten eines Zaunes zugange. Wie der Name schon vermuten lässt, ist sie auch aus Deutschland und eine ganz Nette. Sie ist mit einem Kanadier verheiratet und freut sich schon alle Nachbarn persönlich kennenzulernen. Mit Ihrer kleinen Tochter habe ich mich auch noch länger über das viele bunte Gemüse in unserem Garten unterhalten - sehr drollig.

Nach getaner Abend war ich heute zum allerersten mal in unserem Pool. Bisher war entweder nie Zeit oder aber es waren Gäste da und da wollte ich nie in den Pool gehen. Unsere Gastgeber haben da zwar generell nichts dagegen, aber irgendwie fand ich das nie so angebracht. ⛱

Gegen Abend wollte Janet mit Michael und mir zum Kekuli Bay Provincial Park am Kalamalka Lake fahren. Rainer ist mal wieder für ein paar Tage auf Geschäftsreise in Edmonton und Calgary, so dass wir drei alleine im Haus sind. Wir haben uns für unseren kleinen Ausflug ein Picknick vorbereitet, um abends am See an einem Pickniktisch zu Abend zu essen.

Wir hatten heute dafür auch noch eine besondere Kulisse. In dem kleinen Park fand auch eine kleine Hochzeitsfeier statt. Wie romantisch: an einem lauen Sommerabend direkt am See zu heiraten. 💖

Da Janet mit ihrem Bruder telefonieren wollte, sind Michael und ich alleine zu einem kleinen Spaziergang entlang des Sees aufgebrochen. Janet´s Mutter geht es leider sehr schlecht, sie liegt mit einem Schlaganfall im Krankenhaus in Vancouver. Noch Anfang des Monats wollte sie eigentlich bei Janet und Rainer vorbeikommen, dafür hatten Janet und ich auch schon gemeinsam ein Studio vorbereitet. Sie musste das dann aber kurzfristig absagen und nun geht es ihr so schlecht. Janet war deshalb ziemlich durch den Wind, weil sie auch nicht wusste, ob sie vielleicht demnächst nach Vancouver fahren sollte.

Kalamalka Lake

Kalamalka Lake

Hochzeitszeremonie

Unser dekadentes Picknick

Kalamalka Lake

Kalamalka Lake

Kalamalka Lake


Nach unserer Rückkehr habe ich mich mit Janet zusammengesetzt, um sie bei der Suche nach neuen Langzeitmiertern für die Studios zu unterstützen. Sie wollte die kleinen Appartments gerne über den Winter längerfristig vermieten, da sie damit mehr Geld verdienen kann und das Bed & Breaktfast Business zum Winter hin eh stark abnehmen würde.


  
18.08.2017 – Freitag – Kelowna

Heute morgen fand Yoga zur Abwechslung sogar schon um 7 Uhr statt - der frühe Vogel fängt den Wurm oder so ähnlich. 😅 Anschließend ging´s wieder an die täglichen Aufgaben plus zusätzlich Unkraut jäten in den Blumenbeeten vor dem Haus und Saubermachen der kleinen Zugangswege rund um´s Haus. Das Studio #3 musste heute auch wieder für neue Gäste hergerichtet werden und Michael hatte mir dabei heute geholfen.

Nach unserem Lunch durfte ich Janet´s und Rainer´s Raum auch noch saubermachen. Das ist eine Aufgabe, die ab und an anfällt. Da Janet wegen ihrer Mutter so in Sorge und Rainer auf Geschäftsreise ist, wollte ich ihr den Gefallen gerne tun. Rainer legt auf Sauberkeit sehr viel Wert und er wäre wahrscheinlich etwas angezwiebelt, wenn nichts aufgeräumt und sauber ist, wenn er wieder zurück kommt.

Ich habe mir zum Feierabend einen Eisbecher gemacht und danach bin ich mit unserem Dachshund Hanni spazieren gegangen. Wir hatten Dank Phillip´s Besuch von neulich und seinem mitgebrachten Kaiserschmarrn noch eine Schüssel von Yvette hier. Diese wollte ich ihr zurückbringen und von dort dann weiter mit Hanni zum Mill Creek gehen.

Bei Nachbars habe ich dann nicht nur Yvette und Hana angetroffen sondern auch noch ihre neue wwooferin Isa. Isa kommt aus Schleswig-Holstein und war mir von der ersten Minute an super-sympathisch. Die drei waren noch am Werkeln in der Küche und haben mir bevor ich mich wieder aus dem Staub machen konnte, Tee und ein Stück von Hana´s Schokokuchen angeboten. Es war dann auch Yvette´s Vorschlag, dass Hana und Isa mich direkt beim Spaziergang begleiten sollten.

Das war eine tolle Idee und so sind wir zu dritt plus Hund zum Mill Creek hinunter. Hana kommt aus Japan und sie ist schon seit letztem Jahr in Kanada. In Kelowna ist sie auch schon relativ lange. Mit ihr und Isa konnte ich mich super unterhalten und wir hatten einen schönen Nachmittag zusammen. 😊

Auf dem Weg zum Mill Creek

Mill Creek

Hanni und ich :) (photo credit: Isa)

Isa, Hana und ich (photo credit: Isa)

Selfie time (photo credit: Isa)


Zuhause habe ich dann zur Abwechslung das Dinner ganz alleine vorbereitet. Gegessen wurde dann aber wieder mit alle Mann: Rainer kam gegen Abend wieder von seiner Geschäftsreise zurück.

Donnerstag, 9. November 2017

Farmstay in Kelowna - Winery Tour in Osoyoos

09.08.2017 – Mittwoch – Kelowna - Osoyoos

Heute hatte Janet uns Helfern einen freien Tag gegeben. Da Freddy morgen weiterreist, wollte sie den letzten Tag nochmal was besonderes mit ihm unternehmen und hat deshalb uns alle mit nach Osoyoos genommen. Janet hatte gestern Abend Dina auch noch kennengelernt. Dina kam bei uns nach dem Dinner vorbei, um von ihrer Fahrradtour über Vancouver Island zu erzählen, bevor wir alle zusammen zur "Basement Party" gegangen sind.

Janet fand die Radtour richtig spannend und da wir uns alle so gut verstehen, wollte sie uns den Gefallen tun und Dina auch mit zur Tagestour nehmen. Sie hatte deshalb extra bei Yvette, Diana´s Gastgeberin, angerufen und sie bequatscht, damit sie Dina auch freigibt und so saßen wir zu fünft in Janet´s Auto auf dem Weg nach Osoyoos: Janet, Dina, Freddy, Fabi und ich. 😊

Osoyoos liegt an der kanadisch-US-amerikansichen Grenze ganz im Süden des Okanagan Valley. Dort gibt es die einzige heiße Wüste in ganz Kanada sowie einen der wärmsten Seen des Landes. Da das Klima eben entsprechend warm und heiß im Sommer ist, wächst hier auch wunderbar Wein. Deshalb steht für uns heute der Besuch eines Desert Centres sowie Weinkostung an.

Nach ca. 2 Stunden Fahrt bis zum Desert Centre genehmigten uns zuerst unseren mitgebrachten Lunch bevor wir über den Boardwalk durch die Wüste gingen und uns auf Infotafeln und im Centre über das Leben in der Wüste informierten. 🌵

Osoyoos Desert

Osoyoos Desert

Infotafel zur Osoyoos Desert

Kaktuse in der Osoyoos Desert




Danach ging´s weiter zu zwei Weingütern: NK´MIP in Osoyoos und Borrowing Owl in Oliver. Die Weine waren toll, aber teilweise auch sehr preisintensiv wie leider fast überall im Okanagan Valley beziehungsweise Kanada. Das ist schon irre, was man hier für eine Flasche Wein auf den Tisch legen soll. Aber gut, man gönnt sich ja sonst nichts. 😋🍷

NK'MIP Winery

Shop bei Borrowing Owl Winery

Borrowing Owl Winery


Dina, Fabi, ich, Freddy und Janet

Von Oliver aus ging es zurück nach Kelowna. Wir hatten abends noch ein schnelles Dinner vorbereitet und anschließend sind Freddy, Fabi und ich nochmal rüber zur Nachbars-Farm. Dort hieß es Dina und Timo schon wieder Goodbye sagen. Dina reist morgen weiter nach Calgary zu ihrem Onkel und von dort dann zurück nach Hause nach Belgien. Timo´s Zeit auf Yvette´s Farm ist auch zu Ende und er wird wieder zurück nach Deutschland gehen. Dina werde ich hoffentlich irgendwann wieder in Europa sehen. Das haben wir uns zumindest fest vorgenommen.

Irgendwie verrückt, dass man so vielen lieben netten Leuten ständig "Auf Wiedersehen" sagen muss. Das ist wirklich hart an einer Reise wie dieser. Denn morgen steht dann auch schon der nächste Abeschied bevor: Freddy macht sich auch den Weg nach Vancouver sowie Vancouver Island und dann geht´s zurück nach Deutschland, damit er im September mit seiner Ausbildung in Berlin anfangen kann.

Bevor es aber soweit sein sollte, gab´s zuerst nochmal eine letzte "Basement Party" sowie einen letzten großen Eisbecher mit Freddy und Fabi. Ein Eisbecher am Tag war schon eine liebgewonnene Tradition der beiden, die ich liebend gerne aufgeriffen habe. I 💛 ice cream!

Ice cream lovers :)



10.08.2017 – Donnerstag – Kelowna

Heute stand außer der Verabschiedung von Freddy nichts besonderes auf dem Plan. Wie jeden Morgen ging der Tag mit Yoga los und es musste wieder eines der Studios für Gäste hergerichtet werden sowie der Pool gereinigt und Unkraut gejätet werden.

Noch kurz vorm Lunch machte sich dann Freddy auf den Weg. Er war heute morgen noch mal richtig fleißig und hat sich unter anderem ein letztes mal um die Hühnchen gekümmert. Fabi und Freddy haben sich richtig gut verstanden. Er wird seinen Kumpel bestimmt vermissen. Wenn man über einen Monat zusammen lebt und so viel Zeit verbringt, fällt der Abschied noch schwerer. Selbst ich war ja schon traurig und das obwohl ich Freddy erst seit ein paar Tagen kannte.

Abends haben Fabi und ich zusammen das Dinner vorbereitet und zum ersten mal zu viert mit Janet und Rainer gegessen. Schon komisch ... so viele Hallo´s und Tschüss´ in wenigen Tagen. 😢

Dinner



11.08.2017 – Freitag – Kelowna

Heute war ich wieder zum Chicken-Wake-up-call eingeteilt. Hach, das frühe Aufsstehen hatte ich bisher nicht wirklich vermisst. Es hatte schon was für sich, wenn man bis 8 oder 9 Uhr schlafen konnte, aber das ist hier in Kelowna Fehlanzeige. 😂

Erst recht heute .... es sollte ein geschäftiger Tag werden. Da Rainer heute morgen schon auf Tour war und Janet auch zu tun hatte, fiel Yoga aus. Fabi und ich kümmerten uns stattdessen nach dem Frühstück direkt um die Studios und bereiteten bereits mittags unser Dinner vor. Es sollte nämlich Hühnchen geben und das sollte stundenlang im Ofen in einer Sauce vor sich hingaren. Das Hühnchen hatten wir übrigens nicht selbstgeschlachtet, sondern im Supermarkt gekauft. Unsere Hühnchen sind erstmal nur dazu da, um Eier zu legen. 🐥

Nach unserem Lunch ging´s mit den täglichen Aufgaben weiter und gegen Abend hatten wir noch Salate fürs Dinner zubereitet. Für heute waren Gäste angekündigt. Freunde von Janet und Rainer waren mit ihren zwei Kids eingeladen. Die Zwillinge von Vanessa und Gill wollten unbedingt im Pool baden und so kam´s dann, dass sogar Janet und Rainer ins kühle Nass mit den zweien sprangen. Zum Baden hatten die zwei bisher noch nie Zeit.

Fabi und ich beschäftigen uns später auch noch ein bisschen mit den zwei Mädels, aber glüclicherwise hatten wir auch eine gute Ausrede, um nach dem Dinner bald zu verschwinden. Fabi`s Freund Phillip ist heute auf Yvette´s Farm angekommen und wird dort die nächsten Tage mithelfen. Fabi wollte ihn natürlich begrüßen gehen und ich bin auch gleich mitgegangen. So haben wir den Abend mit Phillip und Hana bei einer weiteren kleinen "Basement Party" verbracht. Die zwei Jungs werden am Sonntag zusammen auf einen Road Trip nach Vancouver und Whistler gehen und wollten dafür noch einiges gemeinsam planen und buchen.

(Heute gibt es leider keine Fotos)



12.08.2017 – Samstag – Kelowna - Mill Creek

Nach Yoga, Frühstück und den üblichen Aufgaben wie Housekeeping, Swimming Pool reinigen und ein bisschen Gartenarbeit hatten Fabi und ich heute auch noch eine Spezialaufgabe zu erledigen. Fabi hatte gemeinsam mit Freddy damit schon angefangen und es galt daran weiter zu arbeiten. Neben dem offiziellen Hauseingang gibt es eine Pergola, die neu gestrichen werden soll. Die Vorarbeiten mussten dafür aber erst einmal gemacht werden.

Mit Fabi durfte ich deshalb heute auf den Leitern herumturnen und die Farbe mit einem Spachtel entfernen. Ein ganz schön anstrengender Job in der Hitze. Ich fühlte mich bei der Kletteraktion auf der Leiter dank der Höhe genauso unwohl wie Fabi, was ich irgendwie beruhigend fand. Glücklicherweise ist keiner von der Leiter gepurzelt und dank flotter Musik und interessanten Gesprächen ging die zeit auf Flott um.

Die Schwarze Witwe, die in der Ecke bei der Pergola noch bis vor ein paar  Tagen saß konnten wir auch nicht mehr entdecken. Irgendwie unheimlich ... Spinnen sind ja nicht wirklich meine Lieblingstiere. 

Zur Entspannung ging´s nach Feierabend in den Mill Creek. Dieser liegt fußläufig ganz in der Nähe von Janet´s und Rainer´s Haus und noch näher an Yvette´s Farm. Mit Fabi und unserem Hund Hanni ging´s deshalb zuerst zu Yvette rüber. Dort haben wir Phillip abgeholt und sind zusammen zum Mill Creek gelaufen. Es gibt dort einige schöne Stellen, bei denen sich das Wasser des Baches staut und sogar den ein oder anderen kleinen Wasserfall. Wir wollten dort ein bisschen schwimmen gehen.

Doch ich musste bald feststellen, dass das mit dem Schwimmen relativ ist. Das Wasser ist eisig kalt und nur dank der Hitze draußen einigermaßen aushaltbar. Aber nach knapp 10 Minuten herumgeplansche musste ich doch wieder raus. Phillip wollte unbedingt vom Felsen neben dem Wasserfall herunterspringen. Denn Freddy und Fabi hatten das auch schon gemacht und ihm davon erzählt. Gesagt getan ... er ließ sich durch nichts abhalten und sprang mutig ins eiskalte Wasser. Das war auf jeden Fall eine ordentliche Abkühlung. 😅

"Planschbecken" von oeben im Mill Creek

Wasserfall im Mill Creek


Abends waren Janet und Rainer zum BBQ bei Freunden eingeladen. Fabi und ich hatten sturmfrei und so machten wir uns TK-Pizza und belegten diese zusätzlich mit allem möglich Frischem was der Kühlschrank so hergab. Eine der besten Pizzas überhaupt war das am Ende. Zur Feier des Tages, da es heute Fabi´s letzter Abend in Kelowna war, hatte ich meine Weinflasche von unserer Weintour aufgemacht. Janet hatte uns zudem einen Film bei Netflix spendiert und so guckten wir zusammen "into the wild". Über den Film hatten Fabi und ich uns vor kurzem beim Putzen unterhalten und da ich ihn bisher noch nie gesehen hatte, war es heute endlich so weit. 🍕🎥

Pizza & Wine

Der Film ist ganz schön emotional, vor allem da wir beide Road Trips hinter uns hatten und ich dieses Jahr auch noch in Alaska war. Tränen ließen sich da nicht verdrücken. Aber gut, wenn´s dem "partner in crime" ähnlich geht. 😢😂

Zum Filmende schlug dann noch Phillip bei uns auf. Er brachte Kaiserschmarn mit und wir pimpten den mit Eis, Früchten, Schokolade & Co. auf. So gab´s nochmal einen letzten leckeren Eisbecher gemeinsam mit Fabi.



13.08.2017 – Sonntag – Kelowna 

Heute hatten ich wieder Hühnchen Dienst und so hieß es früh aufstehen. Dank des ersten kurzen Regens seit ich hier bin, hatte ich heute zum ersten mal eine klare Sicht auf die Hügel rund um unser Anwesen. Die Tage zuvor war es im Tal immer aufgrund der Waldbrände verraucht. Man konnte nun umso mehr sehen, wie schön es im Okanagan Valley ist.

Ausblick von unserem Anwesen

Janet´s & Rainer´s Haus

Spot for sunset beers :)

Yvette´s Farm (unsere Nachbarn) sowie unser Garten

Yoga und Frühstück gab es heute wie gehabt und dann war ich mit Bewässern der Blumen und Bäume beschäftigt. Fabi zeigte mir nochmal sicherheitshalber alle Blumenkästen, Bäumen und Pflanzenbeete, damit ich keine vergesse. Ich hatte mir davon auch eine kleine Skizze gemacht, weil alles über das ganze Areal verstreut lag.

Gegen Mittag kam dann auch schon unser neuer wwoofer Michael angereist. Janet hatte ihn vom Bus abgeholt. Fabi führte ihn über das Grundstück und erklärte grob ein paar Dinge. Die genaue Einweisung überließ er später mir, da er noch packen und alles herrichten musste.

Nach einem Lunch zu fünft hieß es für uns dann Abschied von Fabi nehmen. Habe ich schon erwähnt, dass ich Abschiede langsam nicht mehr leiden kann? 😢

Wer weiß vielleicht sehen wir uns nochmal irgendwo in Kanada oder nächstes Jahr im Schwabenländle. In Gesprächen mit Fabi bin ich doch glatt wieder ein bisschen in meinen badischen Dialekt gefallen und das obwohl er aus dem Schwäbischen kommt und sich auch redlich bemüht Hochdeutsch zu sprechen. Schon witzig, wie nah man sich gleich jemanden fühlt, wenn er "dieselbe Sprache" spricht. Es ist immer wieder witzig sich mit Leuten über Dialekte zu unterhalten. Die Kombi aus Freddy aus Berlin, Fabi aus Göppingen und mir aus dem Schwarzwald fand ich schon drollig und dann kam auch noch Rainer aus Schleswig-Holstein mit seinem Dialekt dazu. 😂

Damit keiner nach dem Abschied lange Trübsal blasen muss und Michael auch gleich etwas von der Gegend kennenlernt, sind Janet und Rainer mit Michael und mir heute wieder zum Mission Creek zum Radeln gefahren. So konnte ich Michael auch schon ein bisschen kennenlernen und Bewegung an der frischen Luft kann ja auch nie schaden.

Zum Dinner gab´s heute Würstchen vom BBQ mit Salaten sowie einen Eisbecher zum Dessert. Abends müssen wir uns auch nochmal um die Hühner kümmern. Dies hatte bisher immer Freddy oder Fabi übernommen. Ab heute ist das meine beziehungsweise Michaels Aufgabe. Deshalb habe ich die Tour gleich zur Einweisung genommen. Abends gehen die Hühnchen nach Sonnenuntergang immer von alleine in den Stall zurück. Wir müssen dann nur sicherstellen, dass die Türen wieder sicher verschlossen sind, damit sich kein Fuchs oder Koyote in den Hühnerstall veriiren kann.

Um die Hühner kümmern wir uns tagsüber auch noch ein bisschen. Das läuft vormittags und nachmittags meist nebenbei. Wir holen nach dem Frühstück die gelegten Eier aus den Nestern und bringen Küchenreste als Futter vorbei. Wasser und das normale Hühnerfutter muss auch regemäßig aufgefüllt werden. Erst recht bei der Hitze muss man 2-3 mal täglich die Wasserschalen auffüllen. Den Hühnerstall muss man einmal im Monat ausmisten. Das hatte freundlicherweise Freddy nochmal erledigt bevor er gefahren ist. So komme ich vermutlich um die Nummer herum. 🐥

Nach getaner Abend habe ich dann abends nochmal mit Tanja telefoniert, um sie über die letzten Erlebnisse zu informieren und von ihr zu erfahren, wie es bei ihr und Romina auf Vancouver Island läuft. Bei ihrem Farmstay lief es leider nicht wirklich Bombe. Ich konnte ihr als mögliche Alternative den Kontakt von Derek vermitteln. Derek hatte ich im Februar auf meinem Flug von Frankfurt nach Calgary kennengelernt. Er hatte mir damals gesagt, dass ich mich bei ihm melden solle, wenn ich nach Vancouver Island komme, denn da wohne er und er hätte auch eine Freundin, die in der Regel im Sommer immer Helfer auf ihrer Farm brauche.

Ich habe ihn kurzerhand angeschrieben und auch direkt die positive Rückmeldung erhalten, dass er seine Freundin direkt anschreiben hätte und dass er davon ausgehe, dass meine zwei Freundinnen bei ihr unterkommen könnten. Hach, wie schön ist das denn, wenn man tolle Leute hier kennenlernt und sich so toll aushelfen kann?! Tanja kann anderntags alles regeln, aber für heute Nacht hätten wir schonmal (fast) eine Sorge weniger. 😊

Überraschung in Kelowna - Myra Canyon - Misson Creek

06.08.2017 – Sonntag – Kelowna - Myra Canyon

Mein erster richtiger Tag in Kelowna startete mit Yoga und so sollte eigentlich auch fast jeder weitere Tag hier starten. Das gefiel mir richtig gut. Janet und Rainer praktizieren seid einigen Jahren jeden Morgen zusammen und die wwoofer sind herzlich eingeladen mitzumachen. Ein wunderbarer schöner Nebeneffekt: im Sommer findet Yoga direkt neben dem Pool statt. Schöner kann man eigentlich nicht in den Tag starten. 🙏

Wir starteten gewöhnlich mit Yoga um 8 Uhr und danach wurde das Frühstück vorbereitet, so dass wir in der Regel gegen 9 Uhr frühstückten. Freddy und Fabi zeigten mir in der Küche alles was wir dafür in der Regel vorbereiteten. Gewöhnlich würde ich mir morgens ja nicht so viele Umstände machen, aber hier hat man morgens eine Auswahl wie im Hotel. Das ist prima. Es gibt eigentlich alles was das Herz begehrt und definitiv immer Eier von den eigenen Hühnchen. Wenn Gäste in einem der Zimmer im Haus übernachten, gibt es für diese auch Frühstück - eben wie in einer richtigen Frühstückspension. Gäste in den Studios haben eine eigene Küche und bereiten sich dort ihr eigenes Frühstück zu.

Mein Zimmer

Pool mit Blick nach Kelowna und zum See

Pool mit Haus


Zusammen mit Freddy und Fabi habe ich dann zwei Studios aufgeräumt und für die nächsten Gäste vorbereitet. Und danach ging´s direkt zu einem Ausflug. Mein Aufenthalt in Kelowna fängt schonmal gut an. Janet hatte für meine ersten und Freddy´s letzte Tage ein kleines Ausflugsprogramm zusammengestellt. Das war prima um die Umgebung kennenzulernen. 😊

Mit allen Fahrrädern plus Dachshund Hanna aka Hanni ging´s mit dem Truck zum Myra Canyon. Da wir insgeamt nur vier Räder haben, jeweils eines für Janet und Rainer und zwei für die wwoofer, hatte ich mich angeboten statt zu radeln mit Hanni spazieren zu gehen. So düsten die Jungs mit unseren Gastgebern los und ich spazierte mit Hanni an der langen Leine hinterher.

Der Myra Canyon ist definitiv einen Besuch wert, wenn man in Kelowna weilt. Der Fahrrad- und Spazierweg ist eine alte stillgelegte Eisenbahntrasse. Über den Canyon gehen insgesamt 18 spektakuläre Holzbrücken. Hinzu kommt, dass einige davon vor ein paar Jahren bei einem Waldbrand abgebrannt sind und wieder neu instandgesetzt wurden. Bilder wie das früher mit der Eisenbahn und nach dem Waldbrand ausgesehen haben muss, kann man auf großen Infotafeln bestaunen.

Myra Canyon

Myra Canyon

Myra Canyon

Myra Canyon


Was mich aber noch mehr zum Staunen gebracht hatte, als "nur" der Canyon war ein Wiedersehen, mit dem ich hier und heute definitiv nicht gerechnet hätte!! 😎

Nach einer Stunde machte ich mich wie vereinbart auf den Rückweg. Janet und Rainer kamen irgendwann an mir vorbeigeradelt und machten einen kurzen Stopp. Freddy und Fabi wollten noch ein paar Fotos machen und brauchten deshalb etwas länger. Die beiden kamen dann irgendwann auch angeradelt und berichteten von ihrer Tour. Fabi hatte leider unterwegs einen kleinen "Unfall". Beim Fotoschießen auf einer Brücke hatte er nicht richtig aufgepasst und ist zwischen den Holzbalken eingebrochen. Nun hatte er eine fiese große Platzwunde am Schienbein.

Da es nicht mehr allzu weit bis zum Parkplatz war, spazierten die zwei mit mir zurück und schoben  die Räder. Es ging nicht lange bis uns zwei Leute entgegenradelten und die beiden Jungs schon von weitem fröhlich zuwinkten und begrüßten. Fabi stellte mir die zwei wwoofer der Nachbarsfarm vor. Noch während ich Timo die Hand schüttelte, sprang seine Partnerin völlig von den Socken vom Fahrrad und umarmte mich mit viel Getöse freudenstrahlend. Ich konnte es kaum glauben: Dina stand vor mir und nahm mich in die Arme! 😄😄😄

Mit ihr hätte ich nun wirlich nicht gerechnet! Dina hatte ich im Februar im Hostel in Vancouver kennengelernt. Mit ihr und ihrem Freund Jules ging es für mich Ende Februar von Vancouver über Revelstoke nach Golden. Ich wusste, dass sie nachdem wir uns zuletzt in Golden gesehen hatten,  nach Vietnam und Thailand wollte und ich hatte über Facebook gesehen, dass sie mittlerweile wieder in Kanada weilte und eine große Fahrradtour über Vancouver Island gemacht hatte. Aber wo sie jetzt gerade steckte, war mir nicht klar. Erst gestern hatte ich noch auf der Fahrt von Vancouver nach Kelowna an sie gedacht, weil wir im Februar eine ähnliche Strecke, um nach Golden zu kommen, zusmamen gefahren sind. Ich hatte ihr sogar noch eine Nachricht geschickt, die sie noch nicht beantwortet hatte.

Nun konnte ich unser Glück selber kaum fassen: mitten im Nirgendwo treffen wir uns ausgerechnet völlig unerwartet weider und wie es der Zufall so will, arbeitet sie auch noch auf der Nachbarsfarm! Somit war klar, dass wir uns wiedersehen werden und zwar direkt heute Abend!

Wieder zurück gab´s erst mal einen leckeren Eisbecher und danach wurde das Dinner vorbereitet und zusammen mit Janet und Rainer gegessen. Anschließend haben Freddy, Fabi und ich das Wiedersehen mit Dina zusammen mit den anderen Nachbars-wwoofern Timo und Hana bei ein Bier am Lagerfeuer am Zelt gefeiert. Unglaublich! Ich konnte es immer noch nicht fassen! 😇



07.08.2017 – Montag – Kelowna

Der heutigen Tag startete genau wie gestern bereits mit Yoga und Frühstücksvorbereitungen. Nach dem Frühstück ging´s ans Housekeeping für zwei Studio. Mit Fabi habe ich mir die Aufagaben geteilt. Wir waren ruck-zuck fertig. Freddy hatte sich währendessen um die Hühnchen und das Bewässerungssystem gekümmert. Anschließend haben mir die beiden gezeigt, wie man den Pool sauber macht. Das wird nämlich auch eine der täglichen Aufgaben sein. Ich muss mir alles gut aufschreiben und merken, da die beiden demnächst leider weiterziehen werden und ich dann unseren neuen wwoofing-Kollegen einarbeiten kann. Im großen und Ganzen sind die Aufgaben aber nicht allzu schwer und so mache ich mir keine Sorgen, dass die nächsten vier Wochen hier wunderbar werden.

Im Garten haben wir uns dann auch noch umgeschaut. Hier gibt es einiges zu tun. Vor allem Unkraut jäten und Tomaten & Co. ernten. Die Jungs hatten leider in der Vergangenheit nicht allzu viel Zeit dafür und so sind doch viele Aufgaben liegengeblieben. So wie es aussieht, soll ich mich in den nächsten Wochen damit verstärkt beschäftigen.

Wir kochen und bereiten jeden Tag die Mahlzeiten für alle zu. Ich finde es toll, dass wir alle gemeinsam essen und wir sehr viel über unsere Hosts erfahren und sie auch vieles über unsere Reisen und das was wir davor gemacht haben wissen wollen. Abends haben Tanja und ich telefoniert und ich konnte ihr von meinen ersten Tagen in Kelowna berichten und ihr auch erzählen, wenn ich denn gestern so übrraschenderweise getroffen habe, denn schließlich kennt Tanja Dina auch aus unserer gemeinsamen Vancouver-Anfangsphase. 😊

Unser Frühstückstisch




08.08.2017 – Dienstag – Kelowna

Heute morgen hatte ich zum ersten mal Hühnchen-Dienst. Morgens müssen die Hühner nämlich immer kurz nach Sonnenaufgang aus ihrem Stall herausgelassen werden. Die Hühner warten da schon drauf. Das heißt einer muss sich den Wecker stellen und um kurz nach 7 Uhr hinaus zu Stall tapern und die Türchen aufmachen. Der Job ist bei keinem von uns dreien beliebt, da es mit frühem Aufstehen verbunden ist. Deshalb wechseln wir brav ab. Die Regelung finde ich gut. 😉

Nach Yoga und Frühstück ging´s dann wieder zu dritt an unsere täglichen Aufgaben: Housekeeping der Studios, Gartenarbeit und den Swimming Pool reinigen.

Janet und Rainer haben mich heute mit zum Mission Creek genommen. Das ist ein kleiner Bachlauf, der sich um Kelowna City herumschlängelt. Dort gibt es einen schönen Waldweg entlang des Bachs und man kann dort wunderbar Fahrrad fahren. Die zwei haben sich ihre Fahrräder geschnappt und sind zu ihrer mehr oder weniger alltäglichen Radl-Runde aufgebrochen. Ich hatte unseren Dachshund Hanni mit dabei und bin mir ihr am Fluß entlang spaziert. Sie hatte richtig Spaß überall am Wegesrand durch die Büsche zu streifen und zum Bach hinunter zu gehen.

Abends nach unserem Dinner sind Freddy, Fabi und ich zu unseren Nachbarn rüber. Wie Rainer dies immer so schön formulierte: zur "Basement Party". Denn die wwoofer von Yvette´s Farm bewohnen gemensam eine kleine Wohnung im Kellergeschoss des Farmhauses. Dort ist relativ viel Platz, um sich zu treffen und keinen der Hosts zu stören. Ein beliebter Treffpunkt aller wwoofer. 😉

Hanni am Mission Creek

Dina undn ich bei der "Basement Party"