Freitag, 17. Februar 2017

Vancouver - Brot & Spiele

Mittwoch - 15.02.2017 - Vancouver

Für heute habe ich mir wieder vorgenommen Bewerbungen zu schreiben und online nach weiteren Infos zu suchen. Es ist für den ganzen Tag schlechtes Wetter angesagt und so ist es halb so wild, dass man den halben Tag vorm Laptop sitzen wird. Vancouver im Regen ist leider nicht ganz so attraktiv.

Aber bevor es damit losgeht, habe ich noch eine Verabredung zum Mittagessen und zuvor muss ich mich von Emma verabschieden. Emma reist heute für eine Woche zu Ihrem Onkel und dessen Familie nach Edmonton. Schade, dass sie schon weiter zieht, denn das Zimmer mit ihr zu teilen hat Spaß gemacht. Vielleicht sehen wir uns ja wieder. Denn sie kommt nach einer Woche zurück nach Vancouver und wer weiß, wo ich in einer Woche bin. Vielleicht immer noch hier ... Gute Reise, Emma!

Zu Fuß ging es dann für mich in das schöne alte Stadtviertel von Vancouver: Gastown. Dort bin ich mit Silja verabredet. Silja ist eine gute Freundin von einer Freundin von mir und lebst schon längere Zeit in Vancouver. Total schön, jemanden hier aus meiner Heimt zu treffen und das obwohl wir uns voher garnicht kannten. 😇

Wir trafen uns in dem wunderschönen Cafe purebread. Ich war ganz geplättet von der tollen Auswahl an leckeren Brot- und Backwaren. Da weiß man garnicht für was man sich entscheiden soll. Einfach klasse. Da muss ich auf jeden Fall nochmal hin!

Silja hat mir viel von Ihrer Zeit als Work & Traveller und wie es für sie danach weiterging erzählt. Alles super spannend! Die Stunde ging vorbei wie im Flug und Silja musste zurück zur Arbeit und ich zurück ins Hostel.
Danke Helena, dass Du unser Treffen möglich gemacht hast. 😘

Mit meinen Bewerbungen war ich leider noch nicht erfolgreich. Ich gebe mir damit noch ein paar Tage und dann muss Plan B her beziehungsweise Bewerbungen für ein anderes Skigebiet. Es wäre ja auch fast zu einfach gewesen.
Von mehreren Mitreisenden habe ich nun schon die Plattfom workaway empfohlen bekommen. Dort kann man Farmen, Familien, B&Bs und Hostels finden, die Unterstützung suchen und bei denen man gegen Kost und Logis arbeiten kann. Das wollte ich auf jeden Fall auch ausprobieren und flugs habe ich mir dafür auch ein Profil angelegt.

Gastown

Steam clock in Gastown

Auswahl im purebread Café

Brot, fast wie Zuhause

Street Art in Gastown
































Donnerstag - 16.02.2017 - Vancouver

Meinen Aufenthalt im Hostel habe ich heute um weitere 7 Nächste verlängert. Denn vor dem Wochenende wird sich wohl nichts mehr entscheidendes bezüglich eines Jobs tun und wenn man gleich 7 Tage bucht ist die letzte Nacht umsonst. Um meine Laune gleich noch etwas zu besseren habe ich zusätzlich noch mehr Geld ausgeben und ein Ticket für ein Eishockey-Spiel gekauft!

Am Wochenende finden hier zwei Spiele der Vancouver Canucks statt und ich habe ein Ticket für das Sonntags-Spiel gegen die Philadelphia Flyers gekauft. Vermutlich werden noch mehr Leute vom Hostel mitkommen und wir bekommen vorab eine Erklärung der Spielregeln. Ich war bisher noch nie live bei einem Eishockey-Spiel und kenne Spiele bisher nur aus dem Fernsehen. Trotzdem bin ich total begeistert, denn Eishockey gehört in Kanada einfach dazu und deshalb muss man einfach auch mal ein Spiel live gesehen haben - egal wie teuer es ist! In der Familie ist mein Zwilling Judith eigentlich die, die sich für den Sport interessiert. Judith, ich werde also an Dich denken und hinterher berichten. 😀

Eishockey Ticket

Heute habe ich zum ersten mal seit ich unterwegs bin mit "Zuhause" geskypt. Wie schön, dass man mit der Familie und Freunden so einfach in Kontakt bleiben und sich via Internet zuwinken kann. Bernadette, das waren zwei sehr schöne Stunden, die wie im Flug vorbei waren. Danke. 😘

Aber danach war wieder "Arbeiten" angesagt und ich habe weitere Bewerbungen versendet und mich nach Jobmögichkeiten umgeschaut. Meine Suche habe ich nun auf die Skigebiete Big White, Kicking Horse, Revelstoke und Fernie ausgedehnt. Die meisten Jobs gibt es momentan in Fernie. Roman, Danke für den Tipp. Du hattest völlig recht, dass ich mich dort umschauen sollte.

Die Skigebiete liegen alle mehrere Stunden Fahrt von Vancouver entfährt, aber glücklicherweise fährt überall ein Greyhound Bus hin. Da sollte die Fahrt dann nicht allzu teuer werden.

Nach Revelstoke hätte ich nächste Woche sogar eine Mitfahrgelegenheit. Dina, eine liebe Mitbewohnerin aus Gent in Belgien, fährt zusammen mit ihrem Freund in einem Mietwagen dorthin zum Snowboarden. Ein bisschen Platz wäre dann wohl auch noch für mich ... natürlich nur sofern das mit dem Job klappt oder zumindest mit dem Interview.

Ruck-zuck geht so auch ein weiterer Tag vorbei. Da es heute aber entgegen der Wetterprognose nicht allzu viel geregnet hat und später sogar die Sonne herauskam, bin ich noch zu einem Spaziergang entlang der Davie Street bis hinunter zur Engish Bay aufgebrochen. Auf einer Parkbank habe ich dann den schönen Sonnenuntergang genossen. Das ist wirklich einer der schönsten Orte für mich bisher in Vancouver.

Von dem abgefahrenen Abendrot, welches später noch am Himmel war, habe ich leider kein Foto gemacht. Das sah spektakulär aus. Den besten Abendhimmel gibt es offensichtlich nach Regen. Da musste ich doch glatt an einen - noch schöneren - Abendhimmel in Myanmar zurückdenken. Nicht wahr, Sandra O.? 😉🌅

Meinen Lebensmittel habe ich heute Abend in einem total tollen Bio-Supermarkt eingekauft: Earth Market. Das ist ein wahrer Einkaufstempel für alle Bio-Freunde, Veganistas und Leute, die einfach nur Spaß am Kochen mit lokalen & frischen Produkten haben und natürlich für meine Koch- & Laufmädels Christiana, Dani, Sandra H. & Sandra O.. Echt der Knaller was man da alles einkaufen kann! So was hätte ich auch gerne in Deutschland um die Ecke. 😇

Als Dinner gab´s für mich deshalb frischen Salat mit leckerem Brot aus dem Bio-Laden. Eine echte Abwechslung zu meinem bisherigen Dauerbrenner: Pasta, Pesto & Salat.

Sonnenuntergang English Bay

Sonnenuntergang English Bay

Mittwoch, 15. Februar 2017

Vancouver - Stanley Park & Lighthouse Park


Montag - 13.02.2017 - British Columbia Family Day - Vancouver

Heute ist Feiertag in British Columbia - Family Day. Passend dazu ist für den heutigen Tag bestes Wetter angesagt. Das gilt es natürlich auszunutzen und deshalb ist mein Plan für heute durch den Stanley Park zu spazieren.

Den Tag habe ich ziemlich langsam angehen lassen, so dass ich aus Versehen das im Preis inbegriffene Frühstück verpasst habe. Glücklicherweise hat mir später Luisa verraten, wo ich die Restebox finde, um doch noch ein Stück Brot zu ergattern.
Luisa kommt aus München und ist auch für ein Jahr Work & Travel in Kanada. Allerdings hat sie die erste Hälfte schon hinter sich und war deshalb so lieb, Tanja, Romina & mir nach dem Frühstück ein paar Tipps zu geben. Tipps und Erfahrungsberichte aus erster Hand sind viel besser als tausend Interentrecherchen zuvor.

Mit Tanja und Romina ging´s dann später auch los in Richtung Stanley Park. Die zwei sind nachher zur Aquarium Tour mit anderen Hostelbewohnern verabredet und können deshalb nicht allzu lange mit. Das Aquarium hier soll eines der besten in ganz Nordamerika sein, aber ich gehe mittlerweile nicht mehr sooo gerne in Zoos und Aquarien, da ich die Tiere doch lieber in der freien Wildbahn zu Gesicht bekommen möchte.

Das Wetter war wirklich großartig und es waren dank des Feiertags auch schon viele Leute unterwegs. Ab English Bay haben sich dann unsere Wege getrennt, die zwei sind zurück ins Hostel und ich bin immer weiter entlang der Seawall, die rund um den Stanley Park führt. Leider konnte man nicht komplett drumherum gehen, da der Weg am oberen Ende aufgrund von Schnee & Eis gesperrrt war. Ich bin dann kurzerhand über einen der vielen Waldwege in Richtung Lions Gate Bridge gelaufen. Im Wald lag noch recht viel Schnee und nur mit Converse an den Füßen war ich nicht allzu gut präpariert.

Die Lions Gate Bridge verbindet Downtown mit North Vancouver. Von einer Aussichtsplattform hat man einen schönen Blick, um die vorbeifahrende Schiffe und den Verkehr auf der Brücke zu beobachten.

Um meine Runde abzuschließen musste ich von hier wieder ein Stück durch den Wald spazieren und flugs war ich wieder auf dem geöffneten Teil der Seawall. Die Seawall ist über 8 km lang und deshalb dauerte es ganz schön lange bis ich einmal rundherum gelaufen bin. Mit Roman habe ich die Seawall vor zweieinhalb Jahren mit dem Fahrrad umrundet. Da kam mir der Weg garnicht sooo lange vor. So brauche ich mir schon keine Gedanken mehr darüber zu machen, dass ich hier noch nicht zum Joggen gekommen bin - das war für heute Bewegung genug.

Da es dann schon Nachmittag und somit beste Kaffee- & Kuchenzeit war, habe ich mir bei Starbucks einen Kaffee und Bananenbrot geholt und mich auf einem der vielen Holzstämme in der English Bay niedergelassen. Einfach herrlich dort, wenn die Sonne scheint - egal ob im Sommer oder im Winter. Ein bisschen vom Sonnenuntergang habe ich mir auch noch angeschaut, denn allzu lange sollte es ja nicht mehr gehen. Aber bis zum Ende wollte ich dann doch nicht mehr warten. Denn es gibt schließlich noch einiges zu tun: einkaufen im Supermarkt und kochen zum Beispiel.

Second Beach

Inukshuk

Third Beach

Lions Gate Bridge & North Vancouver

Lions Gate Bridge & North Vancouver

Sonnenuntergang am Second Beach
















 
Die Küche im Hostel ist in der Regel der Ort, an denen man am ehesten Leute trifft und ins Gespräch kommt und so ist es auch hier. Heute Abend hatten wir sogar einen richtig großen "deutschen" Tisch. Neben Luisa, Tanja und Romina saßen auch noch Andy sowie ein weiterer Deutscher & Conny, ein Österreicher aus Wien, mit am großen langen Tisch. Damit aber nicht wieder den ganzen Abend nur Deutsch gesprochen wurde, traff es sich ganz gut, dass Rodrigo aus Chile, ein Arbeitskollege aus Lake Louise von Luisa, Max (Italien) sowie Emma (Schottland) sich auch noch dazu gesellt haben.

Meine Wohnungssuche in Whistler ist leider immer noch nicht erfolgreich abgeschlossen. Das Inserat der Dame stellte sich ebenso als Finte heraus wie das, welches ich davor hatte. Kaum kommt man in der Kommunikation an den Punkt, bei dem es um die Bezahlung geht, werden die Damen und Herren recht einsilbig und erwarten unmittelbare Bezahlung.

Da macht es sich wiederum bezahlt, dass man zum einen mit seiner Bankberaterin in Deutschland im  Kontakt steht und auch die Tipps seiner Mitreisenden nutzen kann. Wohnungen werden hier in der Regel cash bezahlt und alle Anzeigen, bei denen man dazu animiert wird, Geld zu transferieren ohne dass man die Wohnung gesehen oder den Vermieter persönlich kennengelernt hat, sind unseriös. Gut, dass ich beim ersten gleich so ein ungutes Gefühl hatte und bei dieser Aktion den Rat meiner Mitreisenden befolgt habe. Somit habe ich mein Geld immer noch auf meinem Konto. Das bedeutet aber wiederum auch, dass ich immer noch keine Unterkunft in Whistler habe und somit erstmal nicht dorthin kann.

Dienstag - 14.02.2017 - Valentine´s Day - Vancouver

Es gibt so viel was man in Vancouver machen kann, so dass es schwer ist sich unter all dem für ein paar wenige Dinge zu entscheiden. Ich möchte eigentlich noch gerne auf den Grouse Mountain fahren. Zum einen weil man von dort einen tollen Blick auf die Stadt hat und zum anderen weil man dort auch Skifahren oder Schneeschuhwandern kann. Leider sollte das Wetter heute nicht mehr ganz so toll sein wie gestern, so dass ich mich doch gegen die teuere Fahrt mit der Gondel auf den Berg entschieden habe. Wäre auch zu schade, wenn die Wolken dank dem angesagten Regen so tief hängen, so dass man für die knapp 50 Dollar garnicht viel sieht.

Also muss Plan B her. Am Schwarzen Brett im Hostel habe ich einen Zettel über den Lighthouse Park gefunden. Dort gibt es neben dem obligatorischen Leuchtturm auch kleine Wanderwege und einen tollen Blick auf die Stadt. Emma hat sich mir spontan angeschlossen und so sind wir zu zweit zur Bushaltestelle marschiert. Den Park zu finden war relativ einfach, da man nur mit einer Buslinie fahren und nicht umsteigen musste. Allerdings dauert die Busfahrt knapp 40 Minuten. Ich hatte garnicht auf dem Schirm, dass der Park doch so weit draußen war.

Der Weg hat sich aber durchaus gelohnt. Der Leuchtturm ist zwar klein, aber dafür sehr idyllisch gelegen. Um dorthin zu gelangen musste man nur dem ausgeschilderten Weg folgen. Es gab auch einige schöne felsige Aussichtpunkte, um über die Bucht zu blicken.

Den restlichen Tag über habe ich mich wieder mit Bewerbungen bei den Hotels und um eine Unterkunft beschäftigt. Whistler ist die nächsten Tage komplett ausgebucht, so dass auch ein Umzug vom Hostel in Vancouver nach Whistler keinen Sinn macht. Die einzige Hoffnung, die ich nun noch habe, ist, dass es mit einem Job bei der Seilbahn oder einem der Hotels klappt und diese dann Unterkünfte für Ihre Mitarbeiter anbieten. Andernfalls werde ich mich nach einem anderen Ort in den Bergen umschauen. Davon gibt es einige, allerdings sind diese auch viel, viel weiter von Vancouver entfernt. Kommt Zeit, kommt Rat ... oder wieder wie hat das Eli letztens doch so schön auf Facebook beschrieben: Comes time, comes bicycle, oder so ähnlich...

Lighthouse Park

Lighthouse Park


Montag, 13. Februar 2017

Vancouver - Hostel Life

Freitag - 10.02.2017 - Vancouver

Für den heutigen Tag habe ich nicht allzu viel Programm außer, dass ich heute vormittag in ein anderes Hostel umziehen und mich um die Bewerbungen kümmern möchte. Das Wetter lädt leider auch nicht zu Erkundungstouren ein, da es leider wieder regnet.

Zusammengepackt habe ich einigermaßen schnell, aber noch ist das nicht so ganz zufriedenstellend. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich viel zu viel dabei habe und trotzdem das ein oder andere fehlt. Vielleicht kann ich in meiner neuen Unterkunft den ganzen Rucksackinhalt durchstöbern und meine Packweise etwas optimieren, so dass ich schneller an die wichtigen Sachen komme.

Nach knapp 15 Minuten Fußmarsch bin ich im HI Downtown und kann dort auch gleich einchecken. Das geht ja flott. Das Hostel liegt nicht ganz so mega zentral wie das andere, dafür ist es in einer ruhigen Seitestraße im Westend. Das Publikum ist auch etwas anders - keine Penner mehr direkt vor der Tür und auch kein ständiger Geruch nach Gras. Die Granville Street ist dafür offenbar bekannt. Mir war das vorher nicht bewusst und so nehme ich für frische Luft & eine gesittetere Umgebung gerne einen weiteren Fußmarsch in Kauf. 😊

Nachmittags bin ich nochmal kurz zur Agentur spaziert. Aber so richtig konnte mir Zara mit meinem Anliegen nicht helfen. Es geht wohl nichts darüber einfach alles selber auszuprobieren. Ich bin anschließend nochmal zum Canada Place hinunterspaziert. Aber die Sonne wollte leider wieder nicht herauskommen. Also flugs wieder den Rückweg angetreten und auf dem Weg zum Hostel noch einen Kaffeestop bei Tim Hortons eingelegt.

Tim Hortons ist die kanadische Variante von Starbucks. Zugebenbermaßen schmeckt mir der Kaffee von Starbucks trotzdem viel, viel besser, aber man soll ja auch die kanadische Wirtschaft unterstützen solange man hier ist. Neben dem klassischen Kaffee- und Bäckereiangebot gibt es hierzu allerdings auch noch Fast Food á la McDonalds.
Danke Sonja K. für den Kaffee und den Bagel - das war der erste Besuch bei Tim Hortons mit Deiner Geschenkkarte - weitere folgen.  👌

Danach ging´s wieder zurück zum Hostel. Ich habe mich nochmal an den Laptop zwecks Bewerbungen gesetzt, bevor ich später los zum Supermarkt bin. Heute Abend wollte ich mir zum ersten mal etwas kochen. Da das Angebot im Supermarkt nicht allzu groß war, gab´s dann aber leider nur Pasta mit Pesto. Nicht dolle, aber für den Anfang ok.

Ich habe später in der Küche Andy wieder getroffen. Andy war gestsern nachmittag auch kurz in der Agentur, um seine Emails zu checken und Fragen mit der Agentur zu klären. Er hatte mir den Tipp zum Hostelwechsel gegeben. Freundlicherweise habe ich von ihm die Hälfte seiner Paprika bekommen, um mein Essen aufzupimpen. Danke schön.

Samstag - 11.02.2017 - Vancouver

Den heutige Vormittag habe ich wieder im Internet-Zimmer verbracht. Emails checken, Nachrichten schreiben und nach Jobs und Wohnungen suchen, kostet ganz schön viel Zeit. Da ist der Vormittag schneller um als man gucken kann. Aber immerhin bin ich fündig geworden und die ersten Bewerbungen sind unterwegs.

Ich habe mich dazu entschlossen nicht in der Stadt nach Jobs zu suchen sondern in Whistler. Whistler ist einer DER Skiorte in Kanada und knapp 2 Stunden Fahrt von Vancouver weg. Die Skisaison ist schon in vollem Gange und dauert hier vermutlich bis April. Während der Skisaison gibt es genügend Jobs in Hotels, Restaurants, Shops und im Skigebiet selbst. Das Problem dabei ist, dass man die erstens ergattern muss, da sehr beliebt, und zweitens - und viel wichtiger - man benötigt eine Unterkunft.

Das Recruiting für Jobs in Skiresorts startet in der Regel bereits im September. Das heißt, eigentlich bin ich schon zu spät dran, um in dieser Skisaison zu arbeiten. Das wusste ich dummerweise vorher nicht und der Gedanke daran versetzt mich in leichte Panik, ob es nun doch der falsche Zeitpunkt war nach Kanada zu kommen. Aber da es immer mal wieder Stellenwechsel oder Kündigungen gibt, sollte es hoffentlich trotzdem möglich sein. Wenn man besonders viel Glück hat, kann man einen Job mit Staff Accommodation ergattern. Aber darauf kann man sich leider nicht verlassen, da nicht alle Unternehmen Unterkünfte für Ihre Mitarbeiter anbieten. Es ist auf jeden Fall hilfreich, wenn man sich selbst um eine Unterkunft kümmert und diese gesichert hat. Deshalb ist nun mein Plan eine Unterkunft zu suchen und parallel nach Jobs zu suchen.

Nach so viel "Büroarbeit" und da das Wetter endlich besser geworden ist, dachte ich eine kleine Auszeit für Sightseeing komme genau richtig. Deshalb bin ich den kurzen Weg vom Hostel zum "Aquatic Centre Ferry Dock" hinuntergelaufen und wollte zu Granville Island rüberschippern.

Auf dem Weg zum Boot habe ich dann Tanja kennengelernt. Tanja kommt aus Hamburg und möchte auch ein Jahr Work & Travel machen. Sie ist ein Jahr jünger als ich und hat auch Ihren Job und die Wohnung für Kanada gekündigt. Wie schön, jemanden Gleichgesinnten zu treffen! Unterwegs haben wir dann noch Romina "eingesammelt" - ihre Zimmernachbarin, auch aus Hamburg auch für Work & Travel in Kanada. Die beiden konnte ich spontan dazu überzeugen mit mir mit nach Granville Island zu fahren.

Leider musste ich die zwei dann alleine durch die Markthallen und Shops ziehen lassen, da sich einer meiner poteniziellen Vermieter per Email bzw. Skpye gemeldet hatte. Den halben Nachmittag habe ich dann damit verbracht mit ihm die Modaliätten für die Wohnung in Whistler zu klären. Für teueres Geld habe ich beim Post Office auf Granville Island den Vertrag ausdrucken lassen und das auch noch gleich 2 mal, weil er mir zuerst den falschen gesendet hatte, bevor ich ihn unterschrieben, wieder eingescannt und zurückgesendet habe.

Tanja und Romina habe ich dann zufällig beim Bootsableger wieder getroffen und so sind wir zusammen mit dem Boot zurückgefahren. Nach einem kurzen Stopp beim Supermarkt ging´s für mich dann zurück zum Hostel. Unterwegs hatte mich mein Vermieter schon wieder angeschrieben, wie das denn jetzt mit der Bezahlung aussieht und dass ich das ASAP machen müsste. Ganz schön nervig bis das alles unter Dach und Fach ist.

Granville Island - Public Market

Granville Island - Pet Treatery

Blick von Granville Island auf Downtown


Zeit um meinen Überweisungen fertig zu machen, hatte ich dann leider doch keine mehr, denn ich musste mich schon etwas beeilen, weil ich zum Dinner verabredet war und eh schon wieder viel spät dran war. In der Küche habe ich dann Andy kurz wiedergetroffen, mich kurz unterhalten , um schnell in mein Zimmer zu gehen. Dort habe ich endlich Emma kennengelernt, meine Zimmernachbarin. Wir zwei teilen uns ein Viererzimmer, aber gestern hatte ich den Luxus, dass ich allein war, da sie eine Nacht in Whistler verbracht hatte. Emma kommt aus Schottland und möchte auch in Kanada arbeiten und längere Zeit in Vancouver bleiben. Sie hat schon ganz viel von der Welt gesehen und war u.a. ein Jahr in Neuseeland.

Meine Dinner-Verabredung für heute Abend ist mit Vincent. Vincent ist Kanadier und wir haben uns 2012 auf unserer G-Adventures-Tour durch Thailand & Kambodscha kennengelernt. Nachdem es 2014 auf meiner ersten Kanada-Reise nicht geklappt hatte Vincent zu treffen, haben wir einen neuen Versuch unternommen und siehe da, es hat endlich geklappt. Wir waren zusammen Hot Pot in einem Hongkong Cafe essen. Sehr lecker, aber die Portionen waren rießig. Ich konnte den Pot nicht leer löffeln. Als "Dessert" gab´s Bubble Tea. Den habe ich zuvor auch noch nie ausprobiert. Vincent´s Vorschlag war etwas neues auszuprobieren - eine sehr gute Idee!

Vincent hat mir super viel zu Kanada und Vancouver erzählt und mir auch einige Plätze und Shops verraten, die ich in den nächsten Tagen aufsuchen kann. Es gibt also noch einiges zu erkunden. Vincent war letztes Jahr in Peru und hat dort auch den Inka Trail absolviert. Es war schön von ihm zu hören, wie er den Weg gemeistert hat. Einfach toll, wenn man unterwegs Gleichgesinnte trifft und diese auch nach Jahren an einem völlig anderen Ort wiedertreffen kann und es sich trotzdem nicht seltsam anfühlt, sondern so als ob man sich einfach ein paar Wochen / Monate nicht gesehen hätte. Facebook sei dank bleibt man heutzutage ja glücklicherweise ganz einfach mit Leuten in Kontakt.

Hot Pot

Vincent & ich im Bubble Tea Shop
















Sonntag - 12.01.2017 - Vancouver

Meinen Vertrag mit dem Vermieter von gestern habe ich heute morgen wieder rückgängig gemacht. Ich hatte deshalb schon fast Albträume und irgendwie das Gefühl, dass das nicht so recht seriös ist. Er hatte mich ziemlich bezüglich der Zahlung unter Druck gesetzt und ich bin froh, dass ich den Vertrag annulieren konnte.  Ich hatte parallel noch mit einer anderen Dame Kontakt, die mir glücklicherweise morgens geschrieben hatte und ich habe deshalb direkt mein Interesse bekundet. Vielleicht klappt dies ja. Das Inserat machte auf mich einen besseren Eindruck, es ist einiges günstiger und der Kontakt scheint netter und seriöser. Mal sehen was daraus wird.

Emma hatte mich gestern eingeladen mir ihr und zwei Freunden einen kleinen Ausflug zum Lynnn Canyon zu machen. Die Chance konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Also haben wir uns um 10 Uhr mit Portia aus Australien und Max aus Italien getroffen.

Nachdem Emma und ich uns jeweils eine Karte für Bus & Bahn geholt haben, ging´s zu Fuß zur Waterfront und von dort mit dem Sea Bus nach North Vancouver. Der Sea Bus ist kein Bus im eigentlichen Sinne sondern ein Boot, welches die beiden Stadtteile Downtown und North Vancouver verbindet. Ziemlich cool und ziemlich effizient wie schnell das Schiff von einem Kai zum anderen schippert.

Canada Place mit Blick nach North Vancouver
















Von Lonsdale Quay aus ging es dann weiter mit dem Bus und von der Bushaltestelle in wenigen Minuten zum Lynn Canyon. Der Ausflug war eine Idee von Portia, die den Tipp wiederum von Andy hatte. So schließt sich wieder der Kreis. Denn die drei kennen aus dem Hostel auch Andy.  😄

Da im Canyon selbst noch recht viel Schnee lag, war es teilweise etwas mühselig sich auf den Holzstegen fortzubewegen. Ich war froh um meine Wanderschuhe. Rutschig war es trotzdem und man musste schwer aufpassen, dass man nicht ausrutscht.

Hier gibt es auch eine Suspension Bridge - ähnlich wie im Capilano River Regional Park, nur dass diese Brücke im Lynn Canyon umsonst und nicht ganz so groß ist. Aber für uns war das aber alle mal ausreichend und sehr Budget-freundlich.

Max, der eigentlich Massimiliano heißt, war letzten Sommer witzigerweise auch in Reutte in Österreich und hat dort die Suspension Bridge "highline 179" bei der Burg Ehrenberg überquerst. Diese Brücke hier ist ja sowas von ein Kinderspiel dagegen. 😂

Nach unserer kleinen Tour durch den Canyon ging´s mit dem Bus zurück zum Lonsdale Quay und nach einer Stärkung mit Fish & Chips zurück mit dem Boot und mit dem Bus zum Hostel.

Abends habe ich noch etwas länger im Internet recherchiert und Nachrichten geschrieben und mich länger mit Emma unterhalten. Ich habe eine super nette Zimmernachbarin. Da habe ich echt Glück. Welcher schöner Sonntag geht zu Ende und morgen ist hier auch noch Feiertag - BC Family Day. Hurray!

Suspension Bridge im Lynn Canyon

Lynn Canyon

Blick von North Vancouver auf Downtwon im Abendlicht

Donnerstag, 9. Februar 2017

Die Reise beginnt

Dienstag - 07.02.2017 - Elzach - Frankfurt - Vancouver

Nun ist der Tag X gekommen, an dem es tatsächlich losgeht. Monatelang bereitet man sich darauf auf, aber wenn es dann tatsächlich so weit ist, ist es doch irgendwie unwirklich. Fahre ich wirklich zum Flughafen, um 1 Jahr in der Fremde zu bleiben oder ist es doch, wie schon so oft, für einen dreiwöchigen Urlaub?

Mein Bruder Roman fährt mich mit dem Auto nach Offenburg, um dort in den ICE nach Frankfurt einzusteigen. Aber wie das so ist an so einem besonderesn Morgen, es läuft nicht alles nach Plan und da ich 10 Minuten mit Verabschiedung meiner Eltern und meiner Schwester Claudia sowie dem letzten Zusammenpacken von Dingen vertrödle, fehlen diese am Ende, um den Zug zu erreichen.

Ich habe glücklicherweise genug Puffer eingeplant, so dass mich auch noch der nächste ICE pünktlich zum Flughafen bringen wird. Wir sehen den ICE ohne mich davonfahren und verbringen die einstündige Wartezeit mit einem zweiten Frühstück. Wobei ich von meiner Butterbrezel kaum einen Bissen hinunterbekomme. Ist das etwa ein schlechtes Zeichen für die Reise?

Dann wird es Zeit mich auch von Roman zu verabschieden. Wir werden uns schon Mitte Juni wiedersehen, dann kommt Roman mich in Nordamerika besuchen und wir werden zusammen einen großen Roadtrip machen.

In Mannheim muss ich einmal umsteigen und treffe wie verabredet am Bahnhof meine Zwillinggschwester Judith und ihren Freund Daniel. Wir fahren zusammen nach Frankfurt und verbringen so noch eine Stunde zusammen. Die zwei verabschieden mich vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen und verfolgen von der Besucherplattform aus meinen Abflug.

Mit Air Canada geht es für mich dann mit dem Dreamliner erstmal bis nach Calgary und von dort mit einem anderen Flugzeug weiter nach Vancouver. Der Flug verläuft ohne größere Turbulenzen, was mich sehr froh stimmt. Das Flugzeug ist sehr geräumig und da neben mir und meinem Sitznachbar Derek im Mittelgang ein Platz frei ist, können wir uns schön ausbreiten.

Derek stammt aus Toronto und wohnt nun auf Vancouver Island in Victoria. Er ist Spielzeugdesigner und hat eine Menge über Kanada zu erzählen. Dank seinem Job war er auf einer Messe in Nürnberg. Deutschland findet er klasse und super effizient. Dank ihm, habe ich nun auch schon einen Kontakt um gegebenfalls auf Vancouver Island zu arbeiten. Eine Bekannte benötigt auf Ihrer Farm immer mal wieder Unterstützung. Wir haben unsere Emailadressen ausgetauscht und bleiben hoffentlich in Kontakt.

In Calgary trennen sich dann unsere Wege, da er direkt nach Vancouver Island weiterfliegt. Ich habe nur eine knappe Stunde Zeit, um umzusteigen und bin deshalb ganz perplex als der nette Herr bei der Passkontrolle zu mir sagt, dass ich mein Arbeitserlaubnis gleich hier in Calgary holen soll. Auf mein kurzes Zögern und meiner Sorge, dass ich doch garnicht so viel Zeit hätte und auch den Anschlussflug verpassen könnte, meinte er nur, dann könne ich ja mit der nächsten Maschine nach Vancouver fliegen. Soviel schon zum Thema, die Kanadier sind entspannt. Ich versuche das ganze auch gelassen zu nehmen und eile zum Immigration Office.

Die Dame dort ist nicht ganz so mega freundlich, aber da ich nicht anstehen muss, weil dort nicht viel los ist, geht das Prozedere einigermaßen zügig vonstatten. Die ganzen mitgebrachten Unterlagen, wie Versicherungsnachweis sowie Nachweis über meine finanziellen Mittel, will sie garnicht sehen. Ihr reicht, dass ich das ganze mündlich bestätige. So einfach kann´s gehen.

Nachdem ich dann stolz mein Visa in Empfang nehme, marschiere ich im Stechschritt in Richtung nächstes Gate. Dumm nur, dass man in Calgary nochmal durch die Sicherheitskontrolle muss und hier sich bereits eine Schlange gebildet hat. Die Kanadier haben auch hier die Ruhe weg und ich sehe schon meinen Anschlussflieger in Gedanken ohne mich in die Lüfte steigen. Aber dank einer 20-minütigen Verspätung ist dies doch nicht der Fall. Denn genau die Minuten waren nötig, damit ich doch noch rechtzeitig am Gate sein konnte. Und so saß ich eine halbe Stunde später ganz glücklich auf meinem Fensterplatz und beobachtete wie Calgary unter mir langsam kleiner wurde und die Rocky Mountains langsam auftauchten. In Calgary betrug die Außentemperatur ca. minus 24 Grad und alles ist wunderschön mit Schnee bedeckt. Die Rocky Mountains sehen beeindruckend von oben aus und da es ein schöner sonniger Tag war, konnte ich die ganzen anderhalb Stunden Flug die Berge unter mir bestaunen.

In Vancouver angekommen, ging es mit einem Taxi zur von der Agentur gebuchten Unterkunft. Da ich für die allererste Nacht allerdings noch ein anderes Hotel gebucht hatte, stand für mich mit meinem Gepäck noch ein Fußmarsch von knapp 15 Minuten durch das verschneite nächtliche Vancouver an.

Irgendwann ist man dann aber doch froh, endlich am Ort angekommen und sein. Ich habe mir noch kurz eine Kleinigkeit zu trinken besorgt, bevor ich auch schon früh ins Bett ging. Laut kanadischer Zeit noch früh am Abend, aber laut deutscher Zeit mitten in der Nacht.

Die Rocky Mountains von oben ... Banff und der Lake Minnewanka

Vancouver im Abendicht



Mittwoch - 08.02.2017 - Vancouver

Geschlafen habe ich leider trotz der Übermüdung nur sehr schlecht. Vielleicht liegts am Jetlag, vielleicht aber auch an der Aufregung, was alles in den nächsten Tagen alles auf mich zukommen wird. Ich bin ab ca. 1 Uhr so gut wie jede Stunde immer wieder ufgewacht.

Die Nacht war irgendwann dann doch vorüber und dann ging es für mich zur Welcome Presentation meiner Agentur vor Ort: work n holiday.
Anstatt wie erwartet dort ca. 10 bis 20 weiteren Work & Travellern zu begegnen, traf ich dort "nur" auf Lisa. Wir zwei sind heute die einzigen, die zur Presentation geladen sind. Eigentlich hatte Zara  noch garnicht heute mit uns gerechnet sondern erst morgen. Aber gut, die Kanadier sind ja flexibel und so ging´s mit etwas Verzögerung dann auch los. Wir haben allerhand Infos erhalten und morgen vormittag geht´s dann mit der Job Orientation weiter.

Lisa kommt aus Aachen, hat eine Zwillingsschwester und ebenfalls Industriekauffrau gelernt. Zufälle gibt´s! Sie ist mit ihrem Freund Miles unterwegs und will ca. 6 Monate im Land bleiben.
Wir sind dann auch direkt nach der Presentation zur Besorgung unserer Social Insurance Number (SIN), der kanadischen SIM-Karte fürs Telefon sowie der Eröffung des Bankkontos losgezogen.

Ich habe mein Gepäck dann noch aus dem Barclay Hotel geholt und bin mit meinen Sachen ins Hostel HI Vancouver Central umgezogen. Wir wurden jeweils von unserer Agentur in das gleiche Hostel gebucht und durften die erste Nacht gepflegt im Einzelzimmer in einem Hotel verbringen. Aber nun geht der Ernst des Traveller Lebens wirklich los: Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsduschen.

Den Rest des Tages habe ich im Hostel verbracht. Nachmittags zog ein kleiner Schneesturm auf und sich draußen aufzuhalten war eher kein Vergnügen. So konnte ich wenigstens die Zeit nutzen und das ein oder andere online recherchieren beziehungsweise Nachrichten an die Familie zu schreiben.


Donnerstag - 09.02.2017 - Vancouver

Das Frühstück ist bei der Übernachtung im Hostel inklusive und ich war überrascht wie umfangreich  das Buffet ist. Es gibt verschiedene Ceralien und neben Toast & Bagels auch noch Muffins und süße Teilchen sowie Obst. Tee, Kaffee und Saft gibt´s natürlich auch dazu.

Frisch gestärkt sind Lisa, Miles und ich anschließend zur Agentur spaziert. Miles ist nicht über die Agentur gemeldet, so dass er sich heute um die Dinge gekümmert hat, die Lisa und ich gestern erledigen konnten. So weiß er wenigstens wo er hin muss.
Zur Job Orientation ist heute Marcel noch zu uns gestoßen. Er ist schon seit ca. 2 Wochen in Vancouver und da er direkt einen Job hatte, war diese Info-Veranstaltung für ihn zu Anfang nicht nötig. Er kommt aus Ibbenbüren und hat uns von seinen ersten Joberfahrungen in Vancouver und der Wohnungssuche berichtet.

Zara hat uns dann noch mit den Infos versorgt, die wir für die Bewerbungsphase gebrauchen können. Wir haben anschließend unsere Lebensläufe nach kanadischem Vorbild erstellt und Zara hat diese korrigiert. Nun sind wir hoffentlich für den kanadischen Arbeitsmarkt gerüstet und können mit den Bewerbungen loslegen.

Ich habe ja immer noch die Hoffnung einen Job in einem der Ski Resorts in Whistler zu ergattern, aber ganz so einfach ist das wohl nicht, habe ich nun gelernt. Ich werde mein Glück aber trotzdem versuchen und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch.

Nach der "Büroarbeit" bin ich dann zu meiner ersten kleinen Mini-Sightseeingtour gestartet. Der fiese Regen von heute vormittag hatte endlich aufgehört, so dass es auch wieder Spaß machte, draußen herumzulaufen. Ich bin deshalb zum Canada Place gelaufen - einen Katzensprung von der Agentur entfernt - und habe dort die Aussicht auf das Wasser, Nord-Vancouver und die umliegenden Berge genoßen.

Von dort ging es nach einem kurzen Abstecher im Einkaufszentrum, im Schreibwarenladen und im Supermarkt zurück ins Hostel. Ich habe doch glatt meinen Waschlappen zuhause vergessen und musste mir nun für teure 11 Dollar einen neuen kaufen. Unglaublich wie teuer hier vieles ist und dabei war das der billigste im ganzen Sortiment!

Den restlichen Abend verbringe ich mit einem kurzen Dinner in der Gemeinschaftsküche sowie Internet-Recherchen zur Wohnungs- und Jobsuche und der Erstellung dieses Blog-Posts.

PS @ Marlen: Jetzt weiß ich auch, wo der Orca zu finden ist. Ich bin ganz zufällig an ihm vorbei gelaufen. :)

Canada Place

Digital Orca beim Convention Centre

Mittwoch, 8. Februar 2017

Routenplanung

Die letzten Tage in Deutschland sind rasant schnell vorbeigegangen. Der Umzug ist geschafft und ich habe in den Tagen vor dem Abflug viele Freunde und Familienmitglieder getroffen und einiges erledigt, wenn auch nicht alles was ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Deshalb schreibe ich diesen Post auch erst in Kanada und nicht, wie eigentlich geplant, noch in Deutschland. Dies sind einige meiner gewünschten Reiseziele für dieses Work & Travel Jahr. Ob ich alle Orte wie geplant besuchen kann, wird sich zeigen. Oft kommt es ja bekanntlich anders als man denkt.