Freitag, 28. April 2017

Besuch, Büffel & Schlittenhunde

21.04.2017 - Freitag - Golden

Heute haben es Tanja und ich direkt vor dem Frühstück sportlich angehen lassen - denn wir haben uns zum Yoga im Guesthouse getroffen. Eigentlich wollten wir ja gerne auf der Veranda praktizieren, aber dafür war es morgens um kurz nach 8 Uhr doch nocht etwas zu frisch. Danach schmeckte das Frühstück dafür umso besser.

Gute Nachrichten gibt es heute auch schon direkt morgens zu vermelden: ein zweites Büffel-Baby wurde geboren. Der Besuch von Tanja & Romina steht unter einem guten Stern. Vielleicht sollte ich Leo doch nochmal auf die Namensgebung seiner Büffel ansprechen und falls es zwei weibliche Büffel sind, dass die zwei Mädels Namenspaten werden dürfen. 😃🐂

Ganz getreu dem Motto: arbeiten, um Kost und Logis kostenfrei zu erhalten, haben mir heute Tanja und Romina beim Frühjahrsputz geholfen. Romina hat die Fenster im Wohnzimmer geputzt und Tanja hat mir beim Abstauben und Auswischen der Küchenschränke geholfen. Ganz fertig sind wir zwar nicht geworden, aber wir wollten es ja nicht übertreiben und ein bisschen muss ja auch noch für mich übrig bleiben.

Nach einem kurzen Lunch ging´s nochmal nach Golden zum Lebensmittel shoppen und zur Bank. Eigentlich hatten wir uns ja überlegt heute nochmal einen kleinen Roadtrip zu machen - unter anderem hatten wir Radium Hot Springs  auf der Agenda - aber irgendwie kam es dann doch nicht mehr dazu. Stattdessen haben wir den Nachmittag ganz entspannt auf der Ranch verbracht und die beiden haben in Ruhe Infos für ihren Roadtrip nach Whitehorse gesammelt und den nächsten Aufenthalt gebucht. Denn heute Nacht werden werden die beiden nochmal hier übernachten und so wurde aus einer geplanten Übernachtung drei Übernachtungen. Was mich außerordentlich freute. 😊

Lunch Break
Büffel-Baby

Chester Jr.

Papa, Mama und Baby :)

Panorama

Büffel-Baby mit Herde

Tanja hat sich für heute Abend angeboten Lasagne für uns zu machen. Endlich mal eine vernünftige Küche mit Backofen zu haben, muss man schließlich ausnutzen. Zum Dinner habe ich noch spontan Matt eingeladen und das war auch gut so, denn ohne ihn hätte es fast garkeine Lasagne gegeben. 🙈

Klein-Verena hatte den Käse im Kühlschrank nicht mehr überprüft und alle haben sich darauf verlassen, dass wir keinen neuen kaufen müssen. Aber wie sich herausstellte, war dieser schimmlig. Extra für Käse nach Golden zu fahren, ist etwas viel Aufwand nur für Käse, da dies über eine halbe Stunde Zeit gekostet hätte. Aber ohne Käse schmeckt das ja nur halb so gut. Also habe ich Matt nochmal angerufen und der Arme musste doch glatt nochmal zurückfahren, um in seinem Kühlschrank nach Käse zu schauen. Gut, dass er noch nicht so weit gekommen ist und sogar ein relativ großes Stück Cheddar Käse hatte. Ansonsten hatte ich mir schon Plan B zurechtgelegt und überlegt, welche Nachbarn ich als nächstes anfragen könnte. Das ist echt ein Problem, wenn der Supermarkt so weit weg ist. Da muss man sich schon genau überlegen, was man kochen möchte und was man an Vorräten da hat. 😅

Was war das für ein schöner und vor allem lustiger Abend! So viel gelacht, habe ich schon lange nicht mehr. Geschmeckt hat´s auch super gut und es ist sogar noch etwas übrig geblieben, was ich mir anderntags warm machen kann. Als Dessert gab´s dann auch noch lecker Smarties und Ben & Jerry's Eis. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Was für ein schöner Abschluss von Tanja´s und Romina´s Besuch auf der Ranch. 😇



22.04.2017 - Samstag - Golden

Heute vormittag heißt es Abschied nehmen. Das ist das Schlimmste an Reisen wie diesen, dass man so viele tolle Leute kennenlernt, diese aber irgendwann einen anderen Weg einschlagen oder man selbst und dass man sich dann wieder voneinander verabschieden muss. Aber wir drei sind uns sicher, dass wir uns nochmal wiedersehen - hoffentlich im Juni / Juli im Yukon und vielleicht auf einem Roadtrip in Richtung Kanada´s Osten im September.

Ich habe morgens erstmal eine kleine Runde alleine über die Ranch und zu den Büffeln gedreht, bevor wir ein letztes mal gemeinsam gefrühstückt haben. Danach haben die Mädels alle sieben Sachen zusammengepackt und ich habe schonmal mit Aufräumen angefangen. Nachdem die zwei startklar waren, haben wir uns von dann einander verabschiedet. 😥

Morgens kurz nach dem Aufstehen

Unsere beiden Büffel-Babys





















Der Abschied währte nicht lange, denn Romina hatte ihre Jacke vergessen und ohne die geht´s ja nicht. Erst recht nicht, da es in Jasper und vor allem im Norden noch viel kälter ist als in Golden. Gut, dass mir das relativ schnell aufgefallen ist, so dass der Rückweg nicht allzu lange war. Die zwei sind lediglich ein bisschen weiter als Golden gekommen, allerdings dauerte es dann doch eine Weile bis sie auf dem Trans-Canada-Highway eine Umkehrmöglichkeit gefunden haben. So haben wir uns also doch schneller als gedacht wieder gesehen. 😅

Für den Nachmittag waren wieder Gäste angesagt, deshalb habe ich die Küche und das Wohnzimmer wieder auf Vordermann gebracht. Da ich nicht wusste wieviele Zimmer die Gruppe nutzen wollte, habe ich mich auch beeilt die Bettwäsche zu waschen und den Kellerraum, in dem Tanja übernachtet hatte, wieder herzurichten. Danach stand dann das Anzünden des Feuers für den hot tub auf dem Plan. Das ging reibungslos und schnell brannte ein schönes Feuerchen in der Fire Box.

Bevor die Gäste im Guesthouse ankamen, bekam ich nochmal Besuch. Lish kam mit Deagon und seinem Freund Liam vorbei. Wir sind zusammen über die Wiese bei der Ranch spaziert und über`n Steg beim Teich hoch zur Büffelwiese. Der Steg ist etwas wackelig, aber von dort konnten wir eine Büffel-Mama mit ihrem Baby ganz am Ende der Wiese sehen. Dafür musste wir allerdings auf die Wiese und das fiel natürlich auch der aufmerksamen Büffel-Mama auf. Bevor wir sie damit aber allzu arg ärgern, haben wir doch den Rückweg angetreten und nach einem kurzen Plausch sind die drei wieder weiter gefahren. Wie schön, wenn man sponan so netten Besuch bekommt.😇

Nachdem das Feuer für den hot tub gut am Lodern war, habe ich mir eine Tee-Pause auf der Veranda gegönnt und mich irgendwann über die lauten Motorengeräusche gewundert. Ich habe schon ganz oft gedacht, dass ich ein Auto herfahren höre und am Ende war es nur jemand auf der Straße, der mit einem lauten Auto unterwegs war. Erstaunlich viele fahren hier Autos, die recht laute Geräsuche von sich geben ... vielleicht gehört das auch so. Bei dem aufgemotzten Pick-up des Nachbarn würde mich das beispielsweise nicht wundern. Aber in diesem Falle war das nicht das Auto des Nachbarn sondern unser Loader. Also habe ich mich auf den Weg zur Scheune gemacht und mich schon etwas geärgert wieso Matt, denn nicht runtergefahren kommt und mir Bescheid gibt, wenn er heute schon die Büffel füttern will. Alleine ist das mit dem Tor etwas unpraktisch.

Auf dem Weg hinauf kam mir dann auch noch ein Auto mit einer Famiie entgegen, die gerne eine Büffeltour machen wollte. Anstatt einer Büffeltour haben sie dann etwas Action in Form einer Büffelfütterung erhalten. 😅

Matt gab mir durch Handzeichen zu verstehen, dass er froh war mich zu sehen und, dass ich da war, um das Tor aufzuschließen. Ansonsten hätte er nochmal aussteigen müssen. Als ich das Tor aufgestieß, damit Matt mit dem Loader und dem ersten Heuballen hereinfahren konnte, stand Chester Jr. nur wenige Meter von mir entfernt. Das war schon etwas einschüchternd, aber da der Gute ja weiß, was gleich passiert, ist er brav stehen geblieben und erst davon gerannt als der Loader unmittelbar auf ihn zu fuhr.

Die Familie war auch maximal beeindruckt, machte viele Fotos und verabschiedete sich dann als wir mit Heuballen Nr. 2 zugange waren. Bisher hatten wir bei der Prozedur noch nie Zaungäste und mir war schon etwas mulmig, ob das gut geht. Aber so lange die schön brav am Zaun stehen bleiben und nicht in den Weg vom Loader oder in die Büffelwiese springen, kann ja eigentlich nichts schiefgehen.

Matt hatte auch die Ersatzteile für den Kamin in der Cabin dabei. Was er nicht dabei hatte, war Zeit, um die Sachen gleich auszuwechseln. Er vertröstete mich damit auf anderntags. Das ist dann auch der vorletzte Tag, an dem wir dafür Zeit haben, denn am Montag kommen schon die nächsten Gäste. Eigentlich wäre es mir lieber gewesen das Ganze nicht auf den letzten Drücker zu machen. Aber meine kurze Anmerkung dazu nahm er nur lächelnd zur Kenntnis und meinte, dass da nicht viel schief gehen kann. Na, dann warten wir mal ab. 🙈

Gegen später habe ich dann nochmal eine Runde zu den Büffeln gedreht. Währendessen sind auch die Gäste vom Guesthouse eingetroffen. Mit drei rießigen Pick-ups sind die Herren vorgefahren. Ich habe bisher immer vorher angeschaut, wie die Gäste heißen, wo sie her sind, wie viele es sind und was der Grund für den Besuch bei uns ist - nur diesmal habe ich das irgendwie vergessen und deshalb staunte ich nicht schlecht als ich zur Ranch runter kam und 5 gestandene Männer inklusive einem mit Cowboy-Hut vor mir standen.

Ach herrje, soviel Testosteron auf einem Fleck bin ich nicht gewohnt. 😇 Das war ehrlich gesagt ganz schön einschürchternd. Erst recht, weil die Herren quietschfröhlich am Bier trinken waren - ich vermute mal, dass die Bierdosen nicht erst auf der Ranch geöffnet wurden ... Wie war das nochmal in BC mit "Don´t drink and drive"?

Aber wie das mit den Gästen hier so ist ... Die sind hier alle super nett und freundlich und ich wurde gleich in ein Gespräch verwickelt nachdem die Details zum Guesthouse geklärt waren. Der Cowboy heißt sogar Schmidt mit Nachnamen und hat deutsche Vorfahren. Genau wie weiterer Herr der Truppe. Die Truppe ist auf jeden Fall unkompliziert und hat mir auch direkt angeboten sich um alles selbst zu kümmern, wie z.B. das weitere Befeuern des Holzofens und das Holz holen falls der Vorrat nicht ausreichen sollte.

Die Truppe feiert den 40. Geburtstag von Rachad, der die Location gebucht hat. Alle kommen aus unterschiedlichen Ecken aus Kanada. Schon toll, wenn man sich dafür extra an so einem speziellen Ort trifft. Alle waren auch gleich begeistert von der Ranch und der Umgebung und stellten viele Fragen.

Ich bin dann abends nochmal eine Runde zu den Büffeln spaziert und auf dem Rückweg natürlich wieder bei den Herren hängen geblieben. Sie wollten mich auch gleich zum BBQ und auf ein Bier einladen, aber das habe ich vorsorglich dankend abgelehnt. Stattdessen habe ich mir in meinem Küche lieber meine restliche Lasagne von gestern aufgewärmt und den restlichen Wein getrunken. 😅



22.04.2017 - Sonntag - Golden

Den Vormittag habe ich anstatt mit Putzen mit dem Schreiben des letzten Blogposts verbracht. Auch mal wieder entspannend. In den ersten Wochen als noch so viel Schnee lag, habe ich vor 10 Uhr nie mit arbeiten oder meiner Büffelrunde angefangen und hatte somit immer eine Stunde extra Zeit zum Lesen oder am Laptop.

Morgenstimmung auf der Ranch

Büffelherde und die umliegenden Berge

Morgenstimmung auf der Ranch


Mittags hat mich Lish dann wie verabredet abgeholt. Wir sind heute verabredet um zur Dog Sled Site von Matt zu fahren und ihm mit den Schlittenhunden zu helfen. Matt war allerdings nicht dort, weil Lish ihm "einen Tag freigebeben hat" und wir uns ja um die Hunde kümmern wollten. Unsere Aufgaben waren dann Hundekacke einsammeln, frisches Wasser holen, die Hunde von den Leinen lassen und streicheln, wenn ihnen der Sinn danach stand.

Zuvor mussten wir aber erst noch zwei Dinge erledigen. Zum einen wollte Lish getrocknete Büffel Kacke für ihren Garten zum Düngen einsammeln und zum anderen mussten wir nochmal einen Zwischenstopp bei ihr Zuhause einlegen. Lish musste Deagon´s Rad aufsammeln, da sie dieses später in die Stadt zum Fahrradübungsplatz für ihren Sohn bringen wollte. Bei Lish haben wir dann Nico und Brendan wieder getroffen, die beide auch beim Easter BBQ waren. Nico will sein Tiny House auf das Grundstück von Lish setzen und die zwei waren gerade am Austüfteln wie sie das am Besten bewerkstelligen. Tom und der Hund von Nico kamen auch direkt hergerannt. Mir war Nico´s Hund nicht ganz so geheuer, was sie gleich gerochen hatte und umso mehr am Bellen war. Ich hoffe das ist nachher nicht so bei den Schlittenhunden. 😅

Das waren tolle Stunden dort. Alle Huskies sind so unglaublich lieb und selbst Voulk, der Alpha Dog und Alaskan Husky, der etwas verwegen aussieht, ist total anhänglich und freut sich über jede Streicheleinheit. Hinterher sah ich aus wie Hulle. Überall voller Hundehaare und Sabber. Die Jacke und die Hose müssen auf jeden Fall in die Wäsche und meine Brille muss ich auch putzen - vollgeschlabbert. 😂🐶

 Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

Voulk

Impressionen Golden Dog Sled Adventures

 Impressionen Golden Dog Sled Adventures


Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stopp bei Lish´s Freundin Cari eingelegt, um Keara, Lish´s Tochter einzusammeln, die dort mit den Töchtern des Hauses und einer weiteren Freundin zum Spielen war. Auf dem Rückweg zur Farm kam uns dann Matt im Auto entgegen. Er hat den Mittag auf der Ranch verbracht, um den Kamin zu richten und war offensichtlich schon auf dem Nachhauseweg.

Schade, da haben wir uns knapp verpasst. Ich hatte ihn später kurz angerufen, um abzuklären, was er gemacht hat und ob ich noch was erledigen muss. Alles in Ordnung soweit und die Gäste können kommen. Das hat also wie am Schnürchen geklappt.

Die Gäste haben sich heute selbst um das Befeuern des hot tubs gekümmert, so dass ich keine Aufgaben mehr hatte, außer schon mal ein paar Dinge zur Cabin zu bringen, damit ich morgen direkt mit dem Herrichten für die neuen Gäste starten konnte. Meine Büffelrunde durfte heute natürlich auch nicht fehlen und nachdem ich mit dem Gästen noch ein bisschen geplaudert habe, gab´s für mich auch Dinner und zur Feier des Tages: Dessert. Mit meinem Eisbecher bin ich zu meiner heißgeliebten Aussichtsplattform spaziert und habe die Aussicht auf die umliegenden Berge genoßen und die vergangenen Tage Revue passieren lassen.

Panorama

Red Chief Mountain in der Abendsonne

Montag, 24. April 2017

Besuch von Tanja & Romina in Golden - Yoho National Park

18.04.2017 - Dienstag - Golden

Heute habe ich neben den notwendigen Housekeeping-Aufgaben im Guesthouse endlich mit dem schon lang geplanten Frühjahrsputz begonnen. Dafür habe ich in den Schlafzimmern Spinnweben entfernt und alle Schränke durchgewischt sowie die Fenster von innen gewaschen. Die Fenster lassen sich leider nicht komplett öffnen, so dass man von außen mit einer Leiter die Außenseite putzen muss. Mal schauen, ob ich das auch noch schaffe, dafür brauche ich auf jeden Fall Hilfe.

Unterbrochen habe ich die Arbeiten eigentlich für für meinen Büffelnrunden und für meine Mittags- und Nachmittagspause. Aber irgendwann ist dann auch gut mit Frühjahrsputz und deshalb habe ich wieder angefangen das Moos auf den Zäunen zu entfernen. Heute hatte ich nur kurzen Besuch. Eine Familie fuhr vor, die zur Abwechslung mal nicht auf der Suche nach einer Büffel-Tour war sondern nach einer Pferdekutschenfahrt. Keine Ahnung ob dies hier überhaupt angeboten wird. Ich habe sie jedenfalls zu der Farm im Tal geschickt, die Ausritte und Ranch-Stays anbietet. Vielleicht werden sie dort fündig.

Der Tag war heute recht unspektakulär, aber das war nach den ereignisreichen Ostertagen auch echt  ok. Es kann nicht immer Action angesagt sein und das Ganze musste ich auch erstmal verarbeiten.

Lunch Break

Nachmittags bei den Büffeln

Red Chief Mountain

Abendstimmung


19.04.2017 - Mittwoch - Golden

Der heutige Tag startete genau so geschäftig wie gestern, denn der Frühjahrsputz im Guesthouse ist noch nicht abgeschlossen und so war ich den ganzen Vormittag und halben Nachmittag gut beschäftigt. Unterbrochen habe ich die Arbeiten nur für meine Mittagspause, meine Büffelrunden und die Moos-Putz-Aktion. Ich hätte ja nicht gedacht, dass man für diese Arbeit so lange braucht, wenn das so weiter geht, werde ich damit wohl nicht fertig werden.

Büffelherde

Chester Jr.





















Eine wunderbare Neuigkeit habe ich vor kurzem von Tanja und Romina erhalten. Tanja hat sich ein Auto gekauft und damit geht es auf den ersten Roadtrip für zwei Tage zu mir. Das ist fantastisch! Die zwei wollten heute Nachmittag hier aufschlagen, aber dies verzögerte sich, da die Versicherungsunterlagen noch fertig gemacht werden mussten. Bis die beiden dann in Golden waren, war es schon halb sechs abends. Dafür war das Wiedersehen umso schöner!

Nachdem die beiden sich erstmal die Ranch angeschaut und sich in ihren Räumen eingerichtet hatten, gingen wir zusammen zum Fluß. Ich war ja seit der Schneeschmelze nicht mehr dort und es ist toll nicht alleine losziehen zu müssen. Der Pfad sieht ohne Schnee ganz anders aus und unten am Fluß ist es wie Leo gesagt hatte, wirklich wild und irgendwie anders als auf der Ranch. Das Füße vertreten hat gut getan, aber auch hungrig gemacht, weshalb wir dann auch zurück sind, um uns etwas zu essen zu machen.

Tanja, ich und Romina vor dem Red Chief Mountain

Auf dem Weg zum Fluß - Moberly Peak


Am Blaeberry River

Blaeberry River mit Romina und Tanja

Abendstimmung im Blaeberry Valley

Auf der Büffelwiese



























Abendstimmung auf der Ranch

Wir haben dafür Steaks aus dem Gefrierer geholt und einen Salat dazu gemacht. Es macht viel mehr Spaß mit anderen zusammen alles vorzubereiten und zusammen zu essen. Wie praktisch, dass das Guesthouse momentan nicht belegt ist und wir somit richtig viel Platz hatten. In der Suite wäre es zu dritt dann doch etwas eng geworden.

Was für ein schöner Abend. Die beiden haben mir von ihren Tagen in Banff erzählt und von den Plänen wie es für sie weitergeht berichtet. Eigentlich war ja mein Plan im Mai auch nach Banff zu fahren und mich mit den beiden dann dort zu treffen. Die beiden haben ab Mai nun Jobs in Whitehorse im Yukon bei einer Camper-Vermietung angenommen und so werden sie die nächsten Tage mit dem Auto in aller Ruhe nach Whitehorse fahren. Wie schade, dass wir uns somit in Banff nicht sehen werden und umso schöner, dass es mit dem heutigen Trip zur Büffel-Ranch geklappt hat. Und so haben wir kurzerhand beschlossen, dass die beiden anstatt einer Nacht ruhig noch eine Nacht dranhängen können. Die beiden haben keine Eile gen Norden zufahren und wir haben so mehr Zeit zusammen. 😊

Wenn wir nach Whitehorse im Juni /Juli kommen, Monika, Jochen & Roman, müssen wir den beiden unbedingt einen Besuch abstatten. 😉 Wie man mal wieder sieht, kann man nichts planen. Wer hätte gedacht, dass es die beiden erstmal für eine Weile in den Yukon verschlägt?!

Steak mit Salat und Bierchen

Dinner im Guesthouse





















20.04.2017 - Donnerstag - Golden

Yippie, die Büffelherde ist um einen kleinen Büffel größer geworden! Ich dachte heute morgen erst ich sehe eine Fata Morgana, aber nein es ist tatsächliches ein kleines Büffelbaby geboren worden. Nach dem Frühstück haben wir uns den neuen Erdenbürger gleich angeschaut. So süß! Damit hatte ich ja übernicht gerechnet. Leo hatte mir erzählt, dass man mit den Babybüffeln im Mai rechnen kann. Aber nun ist schon eines da und ich bekomme es auch noch zu sehen. 😍🐂

Da wir heute abend wieder zusammen im Guesthouse kochen wollen, sind wir als erstes zum Supermarkt gefahren und haben uns mit Lebensmitteln eingedeckt. Das kam mir ganz gelegen, denn ich hätte eh bald wieder einkaufen müssen und so konnte ich direkt noch ein bisschen mehr für mich mitnehmen. Die Lebensmitteln haben wir dann erstmal in Ruhe auf der Ranch verstaut und sind dann wieder aufgebrochen, um zum Yoho National Park zu fahren, der hier um die Ecke liegt. Bisher hat es für mich ja noch nicht wirklich geklappt viel mehr außer Golden und den Kicking Horse Mountain zu erkunden. Deshalb kam mir diese Chance gerade recht - ganz besonders, wenn man solch schöne Ecken mit Freunden entdecken kann.

Unser erster Stopp war das Visitor Center in Field und von dort ging´s zum ersten Sightseeing Stopp: der Natural Bridge. Das ist eine Felsformation über dem Kicking Horse River, die aussieht wie eine Brücke. Das Wasser hat diese spektakulär grüne Farbe und die Felsen sehen beeindruckend aus.

Visitor Center in Field





Kicking Horse River

Kicking Horse River

Natural Bridge

Natural Bridge

Tanja, ich und Romina ...

... auf Sightseeingtour

Von hier ging es weiter die Straße entlang zum Emerald Lake. Hier wollte ich ja schon seit dem ersten Tag in Golden hin. Denn in knapp einer Stunde ist man von der Büffelfarm aus dort. Also ein Katzensprung. Der See ist noch zugefroren und nur an ein paar Stellen aufgetaut. Hier herrscht noch ziemlich Winter, aber das ist ja genau das, was ich sehen wollte. Wunderbar! 😍

Anstatt um den See herumzulaufen, sind wir einfach nur über die Brücke zur Lodge und haben uns die schönen kleinen Häuschen angeschaut. Dort zu übernachten hätte auch was, ist aber leider kein Schnäppchen. Nachdem wir die Aussicht genoßen haben, sind wir wieder zurück gefahren.

Emerald Lake

Emerald Lake

Lawinen Warnschild

Emerald Lake Lodge

Das Reisetrio

Emerald Lake

Meine Wenigkeit vor dem Emerald Lake

Emerald Lake

Emerald Lake
Nach einem weiteren kurzen Supermarkt Stopp - wir haben uns nochmal mit Kleinigkeiten für die Kaffee & Kuchen-Zeit eingedeckt - fuhren wir zurück zur Ranch. Bevor wir zum gemütlichen Teil übergegangen sind, ging´s erst nochmal zu den Büffeln: Büffelbaby bestaunen und Hafer-Snack füttern.

Tanja, ich, Chester Jr. und der Rest der Herde

Büffelbaby mit Büffelmama
Die Mädels haben sich bevor wir gemeinsam unser Dinner zubereitet haben noch intensiv mit ihrer Route beschäftigt. Gut, wenn man dafür etwas Ruhe und Zeit hat. Ich habe meinen Senf soweit es ging auch dazu beigetragen. Als nächstes geht´s für die beiden mit einem Abstecher über Banff zum Icefields Parkway und dann für ein paar Tage nach Jasper, um dort den Jasper National Park zu erkunden. Ich bin schon gespannt, was die Mädels von der Route berichten werden.

Zum Dinner gab´s für uns heute wieder Steak mit Salat und anstatt Bier den frischgekauften Cider. Nach dem Essen haben wir uns auf die Veranda gesetzt und die Abendstimmung genoßen. Das Guesthouse ist schon ein gemütlicher Ort, um ein paar Tage abzuschalten. Ich setze mich nachmittags auch ab und an auf die Couch und den Schaukelstuhl auf der Veranda, aber im Wohnzimmer habe ich bisher nicht herumgelümmelt, vielleicht sollte ich das öfters mal machen, wenn keine Gäste da sind. 😅
Dinner